Heidi Klum In den USA wollte sie früher niemand

 

Heidi Klum musste sich am Anfang ihrer Karriere mit langweiligen Katalog-Shootings über Wasser halten, wie sie jetzt verriet. Warum sie irgendwann doch die lukrativsten Jobs bekam?
Text: Lisa Leinweber
Heidi Klum ist ein Name, der mit einer millionenschwere Karriere assoziiert wird. Schließlich gehört die 38-Jährige zu den gefragtesten Topmodels der Welt. Die hippe Mutter hat ein immenses Imperium aufgebaut, das sich nur noch nebensächlich über den Laufsteg erstreckt.

Der ehemalige „Victoria´s Secret“-Engel moderiert zwei erfolgreiche Fernseh-Formate (die US-Sendung „Project Runway“, sowie „Germany´s next Topmodel“), designt eine eigene Schuhkollektion „HK“ und finanziert sich zudem durch Werbeauftritte.

Doch auch eine Heidi Klum hatte es zu Beginn der Modelkarriere nicht leicht. Im Gespräch mit dem F.A.Z. Magazin „Z“ sagte sie jüngst: „Am Anfang war es ein Kampf.“ Als sie in den Neunziger Jahren in den USA durchstarten wollte, wurde sie von keinem Designer gebucht und musste daher als Katalog-Model arbeiten müssen. „Die Leute wollten von mir immer das gleiche. Für die Kataloge musste ich immer lachen, immer die Hände auf die Hüften legen, immer die gleichen Posen machen“, so die gebürtige Bergisch Gladbacherin im Interview.

Wer das quirlige Topmodel bei der Sendung „Germanys next Topmodel“ gesehen hat ahnt, dass solche Jobs für die junge Heidi eine Qual gewesen sein müssen. Denn auch von ihren Kandidatinnen verlangt sie dort immer vollste Power und ein energiegeladenes Posing.

Erst kürzlich beschwerte sie sich gegenüber der Zeitschrift „InStyle“ über ihre Zöglinge: „Die maulen unheimlich schnell. Sobald sie keine Lust mehr haben, meckern sie rum. Die Gewinnerin erhält 400.000 Euro. Was man damit alles machen kann! Aber da denken sie mit ihren 17 oder 18 Jahren noch nicht drüber nach.“

Mit welchen Mitteln Heidi Klum Karriere machte

Bereits am Anfang ihrer Karriere blieb der deutsche Exportschlager seinen Grundprinzipien treu und setzte auf deutsche Tugenden: „Mit mir war´s immer einfach, ich bin immer pünktlich dagewesen, habe meinen Job gemacht, und die Leute haben mich immer wieder neu gebucht.“ Dieses unprätentiöse Verhalten ist für die meisten Models völlig fremd.

Irgendwann reichte es jedoch dem deutschen Model mit den Katalog Aufnahmen, denn sie glaubte fest an ihr Potential. Hartnäckigkeit zahlt sich auch im Model-Business aus, denn „dann wurde es interessanter. Dann habe ich tolle Jobs bekommen. Den normalen Einstieg, wie ihn Mädchen mit 16 oder 17 Jahren haben, hatte ich aber nicht.“
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