Heidi KlumAlles super, Model!

Text: Katharina von der Leyen
Heidi Klum
Musician Seal and model Heidi Klum arrive at the 59th Primetime Emmy Awards in Los Angeles

Sie gehört in diesem Jahr zu den drei bestbezahlten Models, obwohl sie hintereinander drei Kinder bekommen hat: Leni, 3, Henry, 2, und den einjährigen Johan. Als Designerin hat Heidi Klum aus Gesundheitsschuhen Kultobjekte gemacht, sie entwirft Kleider, Badeanzüge, Schmuck, schauspielert, moderiert, singt und ist mit ihrem Mann Seal neue Markenbotschafterin für VW.

Ihre steile Karriere hat die 34-Jährige aus Bergisch-Gladbach nach Beverly Hills katapultiert, wo sie neben den Beckhams und Familie Cruise lebt. Trotzdem gibt sie sich im Gespräch vertraut, unkompliziert wie eine Schulkameradin, die man lange nicht gesehen hat. Ihr liebstes Hobby: die Babybäuche ihrer deutschen Freundinnen per i-cam zu begutachten.

AMICA: Seit drei Jahren sind Sie mit Seal verheiratet. Models und Musiker scheinen sich offenbar magisch anzuziehen …

Heidi Klum Wenn man im Show-Business ist, versteht man sich mit anderen Entertainern eben am besten. Wir haben zwar nicht den gleichen Job, aber gleiche Ziele: Wir sind sehr viel gereist und wollen das beide nicht mehr. Wir wollten immer ein Haus mit einem schönen Garten und viele Kinder.

Wie muss man sich Ihr Familienleben vorstellen?

Mein Mann und ich fahren Leni um Viertel vor acht in die Vorschule. Henry steht dann immer in der Tür, wirft ihr Kusshände zu und ruft: „Bye, Leni!“ In den letzten Jahren war ich die meiste Zeit kugelrund und konnte daher nicht so viel arbeiten. Jetzt bin ich beruflich kaum noch unterwegs, eigentlich nur zweimal im Jahr. Sechs Wochen stehe ich in New York vor der Kamera, um dort „Project Runway“ (eine US-Show, in der Fashion-Designertalente gesucht werden – Anm. d. Red.) zu drehen, dann bin ich fünf Wochen in Deutschland für „Germany’s Next Topmodel“. Die Familie kommt immer mit. Die Kinder gehen dann vor Ort in den Kindergarten. Das klappt sehr gut.

Und Ihr Mann macht das mit, ohne zu murren?

Ja, Seal ist super. Jedesmal, wenn er von einer Reise zurückkommt, steht wieder etwas Neues für die Kinder in unserem Garten. Bei uns sieht es aus wie bei Toys ’R’ Us.

Und Sie sind die strenge Mutter?

Ja, schon. Wenn die Kinder meiner Freundinnen etwas Grünes auf dem Teller entdecken, springen sie sofort auf und sagen „Igittigitt, was ist denn das!“ Unsere Kinder essen ausgewogen – Hühnersuppe, Fisch, alles. Das artet ja sonst aus. Ich finde es gut, den Kleinen etwas Sinn für Ordnung zu vermitteln. Selbst wenn man als Eltern dann eine Zeit lang klingt wie ein kaputte Platte: „Im Restaurant müsst ihr ein bisschen leiser sprechen, sagt Bitte und Danke“, und so weiter.

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