High SocietyDas Jahr der teuren Scheidungen

Es scheint das Jahr der unfassbar teuren Trennungen zu werden. Bei Heather Mills und Paul McCartney könnte es um 300 Millionen Euro gehen – und dreckig wird es garantiert: McCartney hat gerade Fiona Shackleton, die härteste Scheidungsanwältin unter der Sonne, beauftragt, die Details zu erledigen (die Dame hat auch schon Prince Charles den Weg für Camilla freigeräumt), bei Begum Inaara und dem Aga Khan sind es wenigstens 75 Millionen und die Frage, ob sie sich hinterher immer noch „Hoheit“ nennen darf.

© Reuters

Zum Valentinstag wurde für kolportierte 60 Millionen Dollar die Scheidung von Ellen Barkin und Ron Perelman perfekt – ihre zweite, seine vierte (Nummer 1 bis 3 hatten ihn jeweils 8, 80 und 30 Millionen Dollar gekostet, direkt aus der Portokasse seines 6,1-Milliarden-Dollar-Vermögens). Dazu kommt noch ein steter Nachschub von etwas preiswerteren, aber nicht weniger blutigen Hollywood-Abschieden à la Denise Richards und Charlie Sheen, bei denen mit harten Bandagen und PR-Agenten um Kinder und Konten gekämpft wird.

Dank vieler absurder Details sind Upperclass-Scheidungen zur Massenunterhaltung geworden: Da wird gestritten, wie viel Unterhalt es für den Golden Retriever gibt, wie hoch die monatlichen Friseurkosten der verlassenen Gattin sind und warum die 15-jährige Tochter dringend ein eigenes Pilates-Studio für 235 000 Dollar braucht, wie die Ex von Jim Carrey glaubhaft machte.

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Das Jahr der teuren Scheidungen