Hugh Jackman „Meine Frau wollte mit mir Schluss machen“

 

Weil er zu jung war, musste sich Hugh Jackman das Herz seiner Frau erst erkämpfen. Im Interview spricht er über diese übersinnliche Liebe und erklärt, was einen guten Vater ausmacht.
Text: Veronika Schaller
Selbst ein „Sexiest Man“ muss sich bei Frauen anstrengen. Als Hugh Jackman vor 16 Jahren Deborra-Lee Furness am Set der TV-Serie „Corelli“ kennenlernte, konzentrierte er sich zunächst allerdings nur auf die Arbeit. „Nein, es war nicht Liebe auf den ersten Blick“, gestand er im Interview mit FOCUS Online/AMICA Online, „dafür war ich viel zu aufgeregt“. Als er sich dann beruhigt habe, sei für ihn alles klar gewesen. Seine heutige Frau aber zögerte noch. „Schließlich war ich dreizehn Jahre jünger und Schauspieler – der Letzte, mit dem sie sich eine ernsthafte Beziehung vorstellen konnte.“

Doch Hugh Jackman hat „in wichtigen Angelegenheiten des Lebens eine Art siebten Sinn“ und weil er sich einer Sache „noch nie so sicher war“, konnte er seine Kollegin von einer gemeinsamen Zukunft überzeugen. „Wenn ich das erzähle, glaube ich mir selbst nicht“, verriet er im Gespräch, „ich sah meiner Frau in die Augen und konnte ihre Gedanken wie in Zeitlupe lesen. Also sagte ich: ´Du überzeugst dich gerade davon mit mir Schluss zu machen´. Als sie ´ja´ antwortete, fuhr ich fort: ´Vergiss es, wir werden zusammen bleiben´ und sie war einverstanden. Das war es.“
© Walt Disney
Hugh Jackman als Charlie Kenton mit seinem Filmsohn Max (Dakota Goyo) in „Real Steel"

„Für meine Kinder würde ich immer kämpfen“

Steht der 43-Jährige nicht gerade vor der Kamera, dann bestimmen Oscar Maximilian, 11, und Ava Elliott, 6, sein Leben. Denn seinen Tagesablauf richtet Hugh Jackman ganz nach den beiden Adoptivkindern. „In New York gibt es keinen großen Garten oder Wälder, in dem sie selbst umherstreifen können“, so der gebürtige Australier, „also unternehme ich mit ihnen, was ihnen gefällt. Wir malen, hören Musik, tanzen oder gehen gemeinsam mit dem Hund im Central Park spazieren.“

Es scheint, als sei Hugh Jackman ein weitaus besserer Dad, als seine Filmfigur Charlie Kenton in seinem aktuellen Kinofilm „Real Steel“. Der Rabenvater will seinen eigenen Sohn nicht einmal kennen lernen. Aber Hugh Jackman gesteht, dass er selbst auch viele Fehler macht. „Ich muss mich ständig bei meinen Kindern entschuldigen. Weil ich sie zum Beispiel anschreie wenn ich müde bin. Oder wenn ich in Streitsituationen falsch entscheide, weil sie sich gegenseitig beschuldigen. Mit 50-50-Wahrscheinlichkeit trifft es bei der Strafe doch den Falschen“, sagt der Schauspieler.

Aber durch den Roboter-Box-Film mit inkludiertem Vater-Sohn-Drama habe er viel über das Thema nachgedacht und sei zu folgender Erkenntnis gekommen: „Es ist egal, wie viele Fehler man als Vater macht. Am Ende zählt nur eines: Dass deine Kinder dich in ihrer Ecke des Rings wissen. Für sie würde ich immer kämpfen.“

„Real Steel“ kommt am 3. November 2011 in die deutschen Kinos.

Zum kompletten Interview auf FOCUS Online geht es hier und die Filmkritik auf FOCUS Online lesen Sie hier.
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