Umstrittene Luxusgarderobe von Bettina Wulff Die Diskussion ist lächerlich
Die Kleider der Präsidentengattin sind elegant und oft geliehen. Zum Beispiel von Talbot Runhof. Im Interview mit AMICA Online spricht der Designer über Repräsentationsbudget und Stil der First Lady.
Text: Kerstin Kotlar
© REUTERS
Mit einem Mantel in der Trendfarbe Camel erschien Bettina Wulff im Dezember zur UNICEF-Veranstaltung in Berlin.
Dabei hätte Adrian Runhof nie eine Gegenleistung für seine Leihgaben erwartet. Stattdessen forderte der Designer gegenüber FOCUS Online ein Repräsentationsbudget, „sodass sie sich gar nicht erst Kleider leihen und damit einer in weiten Teilen heuchlerischen Diskussion stellen müsste.“ Wie hoch das sein sollte und was den Stil der deutschen First Lady ausmacht, darüber hat Adrian Runhof mit AMICA Online gesprochen.
AMICA Online: Wie verständlich finden Sie den Wirbel, der um die Kleider von Bettina Wulff gemacht wird?
Adrian Runhof: Lächerlich – so wie die gesamte Diskussion. Worum geht es eigentlich? Um einen Zinsvorteil von ein paar tausend Euro, um einen Airline-Upgrade, um Urlaubseinladungen bei Freunden … das Ganze aufgebauscht zu einem Machtkampf zwischen Journalisten, die weiß Gott keine Waisenknaben sind, und einem vom kleinen Karo eingeschüchterten und deshalb höchst ungeschickt agierenden Politiker. Wohl dem, der keine größeren Sorgen hat ...
Wie stehen Sie zu dem Vorwurf Frau Wulff ließe sich von Luxus-Labels hofieren?
Bettina Wulff ist keine Frau, die sich hofieren lässt. Sie entscheidet ganz sachlich, welche Labels am besten zu ihrer Rolle und ihrer Persönlichkeit passen und in welcher Kleidung sie sich wohl fühlt. Wir haben sie als Kundin kennengelernt, die Spaß an Mode hat, damit aber nicht provozieren und übertreiben will, sondern die Show lieber anderen überlässt.
© Reuters
Bettina Wulff trägt beim Staatsempfang des russischen Präsidenten ein elegantes Off-the-shoulder-Kleid von Talbot Runhof in Smaragdgrün.
Viele Celebrities kaufen bei uns ganz normal ein, gelegentlich stellen wir aber auch Kleider leihweise zur Verfügung, vor allem bei sehr publikumswirksamen Events wie Oscars, Emmies, Bambi und andere Preisverleihungen. Dabei gibt es keine grundsätzliche Politik, sondern wir entscheiden von Fall zu Fall. Sehr viele Anfragen nach Leihgaben lehnen wir ab. Auch Bettina Wulff kauft bei uns einige Teile ganz normal, andere Teile haben wir ihr als Leihgabe gegen Leihgebühr angeboten. Etwas anderes wollte sie auch gar nicht. Wir würden es allerdings auch völlig normal finden, wenn sie kostenlose Leihkleider tragen würde – so wie etliche andere in der Öffentlichkeit stehende Personen, darunter übrigens nicht nur Schauspielerinnen und Sängerinnen, sondern auch Journalistinnen.
Welche Abhängigkeiten können hier entstehen?
Keine! Es war uns eine Herzensangelegenheit, Bettina Wulff einzukleiden, denn wir sind über jede moderne, attraktive Erscheinung auf dem Berliner Parkett heilfroh. Während unsere Kollegen in Paris und New York sich von Michelle Obama oder Carla Bruni inspirieren lassen dürfen, sieht man bei uns sonst nur Dorffrisuren und schlechtsitzende Hosen. Dabei haben wir von Anfang an kein Aufhebens um unser Zusammenwirken gemacht, noch nicht mal die üblichen Press Alerts verschickt und niemals Werbung oder PR mit den Bildern gemacht. Wir wollten einfach nur eine gut gekleidete First Lady. Punkt!
Wie beschreiben Sie den Stil der First Lady?
Ein selbstbewusster Brückenschlag zwischen öffentlichen Erwartungen und den modischen Vorlieben einer jungen, attraktiven Frau.
Welche Rolle spielt die Kleidung Ihrer Meinung nach bei repräsentativen Aufgaben in der Politik?
Wenn bei der Amtseinführung des amerikanischen Präsidenten die wichtigste Frage ist, wie das Kleid der First Lady aussieht, dann wohl eine Überragende!
Sie sprachen von einem Repräsentationsbudget. Wie hoch würden Sie das für die First Lady Deutschlands ansetzen?
Sicher ein Vielfaches der 87 000 Euro, die dem Bundespräsidenten dafür heute zur Verfügung stehen. Vor allem würden wir es fair finden, wenn die First Lady – oder der First Man – ein eigenes Gehalt für ihren Repräsentationsjob bekommen würden.
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Oberon
| 21.01.2012, 00:31
Bundespräsidentin?
Mir war neu, dass Frau Wulff die 200.000 Euro bekommt, bis jetzt dachte ich ihr Mann sei BP. Aber die Diskussion strotzt vor Neid und Missgunst von Leuten die keine Freunde haben, die es sich leisten können sie mal einzuladen, die unfähig sind auch mal über den Preis zu verhandeln und die keine Ahnung haben, wie der Arbeitstag eines Politikers aussieht.
Mir war neu, dass Frau Wulff die 200.000 Euro bekommt, bis jetzt dachte ich ihr Mann sei BP. Aber die Diskussion strotzt vor Neid und Missgunst von Leuten die keine Freunde haben, die es sich leisten können sie mal einzuladen, die unfähig sind auch mal über den Preis zu verhandeln und die keine Ahnung haben, wie der Arbeitstag eines Politikers aussieht.
Antonius
| 14.01.2012, 07:44
VIP
16 666 Euro im Monat. Dazu noch "Sonderzahlungen", freie Kost und Logis bei guten "FREUNDEN", Bonusmeilen-Sonderprogramm, Kredite, die ein normaler Sterblicher nie bekommen würde. Und dann reicht es nicht für einige Kleidchen.?
16 666 Euro im Monat. Dazu noch "Sonderzahlungen", freie Kost und Logis bei guten "FREUNDEN", Bonusmeilen-Sonderprogramm, Kredite, die ein normaler Sterblicher nie bekommen würde. Und dann reicht es nicht für einige Kleidchen.?
Lindea
| 10.01.2012, 19:08
Nicht genug
Sorry, aber 200000 Euro sind nicht genug, weil Designerkleidung sehr teuer ist und von einer First Lady erwartet wird, dass sie bei allen Veranstaltungen top gekleidet ist. Nein, ich bin nicht aus der Modebranche.
Sorry, aber 200000 Euro sind nicht genug, weil Designerkleidung sehr teuer ist und von einer First Lady erwartet wird, dass sie bei allen Veranstaltungen top gekleidet ist. Nein, ich bin nicht aus der Modebranche.








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