Interview mit Jana Beller Ich werde nicht chauffiert, sondern fahre U-Bahn
Nach „Germany´s next Topmodel“ musste sich Jana Beller im harten Model-Business erst zurechtfinden. Jetzt startet sie ohne Heidi Klum durch und sprach mit AMICA Online über ihr neues Leben.
Text: Diana Alemann
Wie der Kampf von David gegen Goliath wirkte es, als Jana Beller sich vom Vertrag mit Heidi Klums Management „One eins“ löste.Obwohl die offizielle Gewinnerin von „Germany´s next Topmodel“ für Schauen der Berliner Fashion Week gebucht worden war, sagte sie diese kurzfristig „aus Krankheitsgründen“ ab. Sehr zum Ärgernis ihres Managements, das kurz darauf bekannt gab: „Frau Bellers Verhalten seit der Finalsendung machte eine weitere professionelle Zusammenarbeit unmöglich“.
Eine ganze Zeit war es anschließend auch still um das 21-jährige Model mit russischen Wurzeln. Aber Jana Beller gab nicht auf und unterschrieb vor einigen Monaten einen Modelvertrag mit Louisa Models. Prompt wurde sie für die Fashion Show der Edelmarke Aigner in Mailand gebucht und sahnte nun den nächsten Job ab: Sie ist das neue Gesicht der Beauty-Marke Misslyn.
Mit AMICA Online sprach Jana Beller bei der Präsentation der Make-up-Linie „Glam up your life“ über ihr Schönheitsgeheimnis, die Sehnsucht nach ihrem Freund und verriet, wie sie Haifisch-Becken Modebranche klar kommt.
© Reuters
Rebecca Mir und Jana Beller beim Finale von Germany´s next topmodel. Nach den Zerwürfnissen mit dem Management von Heid Klums Vater will Jana es jetzt alleine schaffen
Jana Beller: Gut. Ich bin sehr froh, jetzt bei Louisa Models unter Vertrag zu sein und sehne mich nach neuen Herausforderungen. Auf den Schauen in Paris und New York zu laufen, ist mein nächstes großes Ziel. Besonders die Stadt New York übt eine sehr große Faszination auf mich aus.
Kann man das wirkliche Model-Leben überhaupt mit der Darstellung in einer Fernsehshow wie „Germany´s next Topmodel“ vergleichen?
Das wirkliche Modelleben ist schon ganz etwas anderes. Innerhalb der Casting-Show habe ich super viel Aufmerksamkeit bekommen und musste die Castings absolvieren, während mehrere Kameras gleichzeitig auf mich gerichtet waren. Bei den Castings jetzt bin ich eine von vielen und habe nicht mehr das Privileg von einer Ecke der Stadt zur anderen chauffiert zu werden. Ich fahre jetzt ganz stinknormal mit der U-Bahn.
© PR
Jana Beller bei der Modenschau von Aigner in einem Look aus der Frühjahr-Sommer-Kollektion 2012
Castingshows sind ein gutes Sprungbrett
Wie beurteilen sie jetzt rückblickend Ihre Teilnahme an „Germany´s next Topmodel“?Ich bereue es auf keinen Fall bei „Germany´s next Topmodel“ dabei gewesen zu sein. Ich habe viel in dieser Zeit gelernt und konnte tolle Kontakte zu Fotografen und anderen wichtigen Vertretern der Medienwelt knüpfen. In der Castingshow zu sein war für mich ein wirkliches Sprungbrett.
Man merkt dem zierlichen Model jedoch ihre Nervosität an, als sie weitere Fragen zu Heidi Klum und deren Management beantworten muss. Sie betont, dass sie bei öffentlichen Auftritten immer noch sehr aufgeregt sei. Nervös streicht sie sich immer wieder abwechselnd einzelne Strähnen ihres blonden Haares aus dem Gesicht, das sie in glamourösen Wellen trägt und glättet den Rock ihres schulterfreien Minikleides.
Heidi Klum wird oft für ihr strenges Auftreten gegenüber den GNTM-Kandidatinnen kritisiert. Wie ist Heidi wirklich hinter den Kulissen?
Wir hatten beim Dreh zu „Germany´s next Topmodel“ wenig mit Heidi zu tun. Ich hatte aber immer einen positiven Eindruck von ihr …
Bald kommt die nächste Model-Show mit Eva Padberg in der Jury ins Fernsehen. Werden sie „Das perfekte Model“ auch selber anschauen?
Ich werde es mir auf jeden Fall anschauen. Ich bin schon sehr gespannt darauf.
Was raten Sie den angehenden Models?
Ich empfehle ihnen, sich auf die Erfahrung einzulassen. Man lernt schon viel dazu und kann wichtige Leute kennenlernen. Casting-Shows sind ein gutes Sprungbrett, um in der Modewelt Fuß zu fassen.
Jana bevorzugt Natürlichkeit
Jetzt sind Sie das neue Beauty-Gesicht für Misslyn. Welches Beauty-Produkt ist für Sie unverzichtbar geworden?Ich schminke mich privat nicht so viel, aber ich benutze gerne Wimperntusche. Zum Beispiel die „Kashmir“ von Misslyn. Sie verlängert meine Wimpern ganz toll.
Konnten Sie sich von den professionellen Make-Up-Artists irgendwelche Tricks abschauen?
Ich mag mich am liebsten ganz natürlich und habe mir ein paar Tipps geben lassen, wie man seine Vorzüge betont. Und zwar ohne gleich zu zugekleistert auszusehen. An sich verwende ich aber meist nur Mascara und ein bisschen Rouge.
Mit Skype gegen den Trennunsgschmerz
Wie haben Sie Weihnachten verbracht?Im kleinen Kreis mit meiner Familie und meinem Freund. Wir haben alle gemeinsam gefeiert, den Weihnachtsbaum geschmückt und sind zusammen in die Kirche gegangen. Danach gab es ein traditionelles Essen bei meinen Eltern.
Für Ihren Freund haben Sie jetzt sicherlich nicht mehr sehr viel Zeit ...
Stimmt, wir können uns nicht jeden Tag sehen, da ich viel unterwegs bin. Aber wir skypen und telefonieren oft. So trösten wir uns über längere Trennungen hinweg.








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