Interview mit Wolke Hegenbarth„Ich war kein Revoluzzer-Kind“

© Jens-Ulrich Koch/Getty Images für Turner Broadcasting System

Ihre schönsten Kindheitserinnerungen?
Die Aufenthalte auf dem Ponyhof mit meiner Freundin habe ich in sehr schöner Erinnerung. Es waren die ersten Reisen ohne meine Eltern.

Sie haben selbst zwar noch keine eigenen Kinder, aber wie „kinderaffin“ sind Sie?
Ich bin Patentante. Mein Patenkind ist sieben Jahre alt und ich habe ihm in der Tat auch schon Märchen vorgelesen. Ich würde sagen, ich bin die klassische Tante, denn meine Freundinnen haben zum Großteil alle zwei Kinder. Viele Treffen finden auch mit Kindern statt. Kinder sind also Teil meines Lebens, aber ich bin noch nicht „hautnah“ dran.

Wie waren Sie als Kind? Auch schon so energiegeladen und voller Power wie heute? Oder eher schüchtern?
Meine Eltern sagen, ich wäre überhaupt nicht anstrengend gewesen, aber ich glaube ihnen kein Wort (lacht). Sie sagen immer, ich wäre so ein tolles Kind gewesen. Aber wahrscheinlich verklärt man immer die Vergangenheit. Aber ich war mit Sicherheit ein sehr aufgewecktes Kind und habe 1000 und eine Frage gestellt.

Und ich war kein Kind, das man in der Wohnung halten konnte: Ich musste immer raus. Ich kann mich erinnern, ich habe als Kind stundenlang an den Turngeräten gehangen. Aber ich war sicherlich kein Revoluzzer-Kind. Ich war lediglich unordentlich. Meine Mutter hatte immer Angst, in meinem Kinderzimmer könnten irgendwann Pilze wachsen (lacht). Mit ihr habe ich mich früher schon des Öfteren gerangelt. Heute sind wir uns sehr ähnlich. Ich mache Dinge auf die gleiche Art und Weise sauber wie sie. Es ist schon erstaunlich, wie man von seinen Eltern geprägt wird.

Wie sieht es bei Ihnen aus? Planen Sie, irgendwann selbst eine Familie und Kinder?
Wie heißt es so schön: „Das Leben ist das, was passiert während man etwas anderes plant“. Ich mache mir keinen Plan. Ich glaube, dass das auch in den seltensten Fällen klappt. Zumindest bei mir nicht. Ich habe mir nie Pläne gemacht. Mein ganzes Leben, meine ganze Karriere – es ist immer alles so passiert. Aber ich hätte trotzdem irgendwann gerne Familie  - UND Beruf! Ich könnte es mir nicht vorstellen, für die Familie den Beruf komplett an den Nagel zu hängen. Aber Kinder sind definitiv ein Teil meiner Lebensplanung. Nur Karriere wäre mir glaube ich zu wenig. Falls es also so sein soll, gerne  - falls nicht, dann nicht.

Gäbe es einen potentiellen Papa oder sind Sie Single?
Es hat sich nichts geändert.

© Mercedes-Benz Fashion Week
Glücklicher oder unglücklicher Single?
Sind denn wirklich so viele Single-Frauen unglücklich? Es wird einem als Single zumindest immer übergestülpt. Ich bin ganz entspannt und habe auch kein Problem damit. Ich weine mir deshalb nicht die Augen aus. Ich habe einen wunderbaren Beruf und könnte nicht behaupten, dass mein Leben ohne Mann unausgefüllt wäre. Es ist durchaus schön, eine Beziehung zu führen. Aber es geht auch ohne.

Sind Sie emanzipiert?
Ich würde sagen ja.

Sie waren schon einmal verheiratet. Haben Sie noch Kontakt zu Ihrem Ex-Mann?
Nicht regelmäßig, aber gelegentlich. Wir leben nicht auf dem gleichen Kontinent. Aber ich habe die Familie meines Mannes kürzlich in Südafrika besucht, schließlich waren sie zehn Jahre lang Teil meines Lebens. Ich habe immer noch gefühlt Schwiegereltern und verstehe mich gut. Ich what‘s-appe mit meiner Ex-Schwiegermutter – was für mich total normal ist. Ich weiß, dass es bei vielen anderen nicht so funktioniert. Aber es gibt - oder gab  - kein Liebes-Comeback mit meinem Ex-Mann – wie gleich spekuliert wurde.

Sie haben sehr früh geheiratet.
Mit 21.

Würden Sie heute sagen, dass es zu früh war?
Es war genau richtig. Ich würde es genauso wieder machen. No Regrets.

Würden Sie sagen, Ihr Leben ist wie im Märchen?
Märchen? Ich weiß nicht. Ich würde zumindest sagen, dass ich sehr viel Glück im Leben gehabt habe.

 

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„Ich war kein Revoluzzer-Kind“