Interview mit Wolke HegenbarthZu Ex-Ehemann: „Ich würde wieder mit 21 heiraten“

Text: Andrea Vodermayr

© Mercedes-Benz Fashion Week
Sie zählt zu den sympathischsten Schauspielerinnen Deutschlands: Wolke Hegenbarth. Stets gut gelaunt, immer strahlend und voller Power. Mit der TV-Serie „Mein Leben und ich“ gelang ihr im Jahr 2001 der Durchbruch und sie spielte sich als Schülerin Alexandra „Alex Degenhardt“ in die Herzen des Publikums. Jetzt schlüpft die 34-Jährige in eine neue Rolle: nämlich in die der Märchenfee.

Sie ist Moderatorin, oder besser gesagt „Vorleserin“ in der zweiten Staffel der Serie „Boomerang Märchenstunde“ des Kinder- und Familiensenders Boomerang (zu sehen ab 13. Oktober, montags bis freitags um 16.30 Uhr). In jeder der 15-minütigen Episoden liest die Schauspielerin in einem gemütlichen Ohrensessel sitzend den kleinen und großen Zuschauern aus einem roten Märchenbuch vor: Klassiker der Märchenwelt wie „Peter Pan“, „Die Schatzinsel“, „Rapunzel“, „Robin Hood“, „Der Zauberer von Oz“ oder „Der Rattenfänger von Hameln“ – allerdings neu interpretiert.

Wir haben sie aus diesem Anlass im Hotel „Bayerischer Hof“ in München zum Interview getroffen. Im Interview hat sie nicht nur über ihr neues „Baby“, die „Märchenstunde“, gesprochen, sondern auch über ihre eigenen Zukunfts- und Familienpläne.

AMICA Online: Wie fühlen Sie sich in Ihrer neuen Rolle als „Märchenfee“?
Wolke Hegenbarth:
Ungewohnt, aber gut. Ich habe mich sehr darüber gefreut, weil es einmal etwas komplett anderes ist: zwar Geschichten erzählen, aber eben nicht Schauspiel. Die Dreharbeiten haben mir sehr viel Spaß gemacht. Den Figuren eine Stimme zu geben war eine schöne Herausforderung. Es war abwechslungsreich und ein gutes Kontrastprogramm zu meinem normalen „Drehleben“. Es gefällt mir, dass ich anscheinend jetzt auch als Märchentante funktioniere. (lacht)

Haben Sie früher selbst viele Märchen gelesen?
Ich bin mit Märchen groß geworden, ja. Meine Eltern haben mir früher immer Märchen vorgelesen, und ich nehme an, dass ich das später einmal auch bei meinen eigenen Kindern so halten werde. Märchen sind unser Kulturgut.

Hatten Sie ein Lieblingsmärchen?
Eigentlich nicht. Hauptsache war, dass mir Märchen vorgelesen wurden, egal ob von Mama oder Papa. Welches war mir egal. Ich selbst habe etwas länger gebraucht, bis ich angefangen habe zu lesen: ich glaube, erst in der dritten Klasse.

Sie konnten erst in der dritten Klasse lesen?
Soweit ich mich erinnern kann, ja. Ich habe mich in der Schule nicht schwer getan und habe meinen Eltern was das angeht auch keine Sorgen bereitet. Ich war vielleicht damit einfach etwas später dran als andere Kinder. Und ich glaube, es war auch eine gewisse Faulheit mit dabei. Aber Kinder lassen sich eben lieber etwas vorlesen – vor allem Märchen. Vielleicht lernen Kinder, denen nicht so viel vorgelesen wird, das Lesen schneller.

Sie haben einen „märchenhaften“ Vornamen. Wir kam es dazu?
Meine Eltern fanden „Wolke“ einfach schön und haben ihn beim Standesamt durchbekommen. Ich habe meinen Namen nie als Belastung empfunden und bin auch nicht gehänselt worden, auch wenn ich immer die Einzige mit diesem Namen war. Für andere Kinder war mein Name immer normal, so wie Anna oder Sandra, nur deren Eltern sagten immer: ‚Ich frag‘ mal Deine Mutter wie du richtig heißt‘. Nach „Mein Leben und ich“ gab es dann die ersten weiteren kleinen „Wolken“ und ich fand es sehr schön, die Geburtsanzeigen der Zuschauer zugeschickt zu bekommen.

Wären Sie manchmal noch gerne Kind?
Eigentlich nicht. Ich wollte noch nie die Zeit zurückdrehen. Ich fühle mich immer in der Zeit sehr wohl, in der ich mich gerade befinde. Und ich war bislang mit meinem Leben sehr zufrieden und würde auch nichts anders machen. Ich lebe überhaupt nicht in der Vergangenheit, sondern im Jetzt. Ich möchte auch nicht jünger sein. Ich kann den Nachteil des Alters nicht erkennen, denn eigentlich wird man mit der Zeit immer schlauer und hoffentlich weiser. Einziger Nachteil ist vielleicht, dass der Körper verfällt. (lacht)

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