Johnny Depp Widerstand zwecklos
Irgendwann, mitten im Gespräch, lachte er laut auf. Dabei war es gar nicht lustig. Es war das übliche Gespräch mit Johnny Depp, bei dem Journalistinnen so tun, als wären sie objektiv, während sie innerlich dahinschmelzen und eigentlich nur Rotwein trinken wollen mit diesem 40-Jährigen.
40! Wieso nennt er sich eigentlich immer noch Johnny? Vater von zwei Kindern, spielt in Disney-Filmen den Piraten und trinkt gern mal einen 78er Romanée-Conti für 18000 Dollar die Flasche. O ja. Man kann sich einschwingen auf ein Gespräch mit Johnny Depp. Sich einmal nicht von seiner bestürzenden Schönheit ablenken lassen. Ignorieren, dass er im letzten Jahr für das People Magazine der „Sexiest Man Alive“ gewesen ist, dass Frauen zu weinen anfangen, wenn er auf dem roten Teppich an ihnen vorüberschlurft. „Wieso weinen sie bloß?“, fragte er ehrlich verstört auf dem Weg zu den Golden Globes. Weil sie dich so sehr lieben, Johnny. Emotionale Überwältigung, du weißt schon, Menschen, die ohnmächtig werden im Angesicht von Schönheit. „Sonderbar“, sagt er und schnuppert an seiner Achsel, „vielleicht rieche ich nur schlecht?“Vielleicht. Aber das haut eine Frau nicht um. Was sie weich werden lässt, sind die Cherokee-Wangenknochen und Lippen wie mit dem Pinsel gezeichnet und die Geschichten, die mit Drogen, Schlägereien und Supermodels anfangen und mit romantischem Familienleben auf Provence-Landgut mit Liebe des Lebens enden. Vanessa Paradis nennt ihren Gefährten grundsätzlich nur „meinen Darling“. „Mein Darling hat mich für mein Platten-Cover fotografiert.“ Die Platte hieß „Bliss“, das englische Wort für Entzücken/Wonne, und war ihrem Darling und dem glücklichen Leben an seiner Seite gewidmet. „Mein Darling ist der sanfteste Mensch, den man sich denken kann“, sagt Vanessa, „aber manchmal genügt ein Funke, um ihn zur Explosion zu bringen.“ O ja, das hätte man jetzt gern, eine Explosion von ihm …
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