Jürgen DrewsDas peinlichste Paar des Jahres

AMICA: Gelegentlich hat man den Eindruck, Ihre Frau Ramona ist eine Ihrer besten PR-Ideen.
Jürgen Drews: Ja, leider. Ich habe sie in die Öffentlichkeit gezogen. Ursprünglich, um die ewigen „Drews, du schwule Sau“-Gröler zum Schweigen zu bringen.

Wieso schwul?
Drews: Weil ich zu gut aussah. Musste doch schwul sein. Und je mehr ich aufs platte Land kam, desto schwuler wurde ich.

Auf dem Land ist jeder schwul, der singt.
Drews: Bis auf Grönemeyer. Jedenfalls: Nach der Geburt unserer Tochter hat Ramona sich den Busen machen lassen. Und so kam das Image zustande: dicke Brüste, blond – also blöd. Dabei ist Ramona der pragmatischste Mensch auf der Welt. Das Image hat sich immer weiter aufgebaut, bis zu der Tittenspritzgeschichte.

Als Ihre Frau in einer Talkshow auf Ihr Geheiß Muttermilch verspritzte?
Genau. Wir wurden zum peinlichsten Paar 2000 gekürt. Da wachte endlich auch mal der bekloppte Drews auf und dachte: Vollarsch. Du hast deine Frau in was reingeritten, das kannst du nie wieder gutmachen. Ich war unten durch, zu Recht. Ich bin von meiner Plattenfirma entsorgt worden zu einem anderen Label. Und Ramona hat mir nicht mehr getraut. Seitdem bin ich ein gebranntes Kind. Wir haben eine Tochter, die zur Schule geht, wir leben in einer stockkonservativen Gegend. Ich möchte es meiner Familie nicht mehr antun.