Das neue TopmodelAlle lieben Julia

Von Null auf 36,8 Millionen Euro

Falls es bisher nicht aufgefallen sein sollte: „Ich habe eine schiefe Nase, überhaupt ein schiefes Gesicht“, beschreibt Julia Stegner sich. Haben wir in der Tat nicht bemerkt. In der Schule nannten sie die 1,83 Meter große Schönheit Steckerlfisch, was erstens ihre bayerische Herkunft andeutet (sie stammt aus Ismaning bei München) und zweitens mangelnden Respekt für ihre Figur.

Konnte sie alles nicht aufhalten. Julia Stegner ist Supermodel geworden. In Rekordzeit von Null auf 36,8 Millionen Euro. So hoch (und damit höher als den von Heidi Klum oder Claudia Schiffer) bezifferte die Werbeagentur BBDO den Markenwert der 21-Jährigen, die erst ganz brav nach dem Realschulabschluss ins Model-Business eingestiegen ist. Aber was für eine Karriere seitdem: Chanel, Dior, Yves Saint Laurent, Armani, Versace, Boss, Rolex, H & M etc. Auch auf dem AMICA-Cover war sie schon, im September 2005, vor der Kamera von Karl Lagerfeld. Der Fachmann in Sachen weiblicher Schönheit hatte sich seine Landsmännin ausdrücklich als Model erbeten. „Sie ist die moderne Version der jungen Deutschen, von der junge Italiener schwärmen“, begründete er seine Wahl. Nach ihrem Erfolg zu urteilen, finden nicht nur junge Italiener „the german Julia“ hinreißend, sondern der Rest der Welt ebenfalls.

Und wie geht das Mädel aus Ismaning mit so viel Bewunderung um? Ziemlich bodenständig. Sie mag immer noch Leberkässemmeln und die Schinkennudeln ihrer Mutter („mit Tomatensauce“). Sie schläft „überall“ gut, geht selten auf Partys, trinkt viel Wasser („der beste Trick, um ausgeruht auszusehen“) und trägt am liebsten Jeans und Kuschelpulli. Ein paar Veränderungen gab es aber doch im letzten Jahr: eine Wohnung in New York, einen neuen Freund (über den sie eisern schweigt) und viel Arbeit für ihre Eltern, die das Geld ihrer Tochter verwalten. Wie es mit Deutschlands regierendem Supermodel weitergehen wird? „Arbeiten, so lang es Spaß macht“, sagt sie, und dann „Mann, Kinder, Hund, Haus“.