Kate HudsonLittle Miss Sunshine

Text: Katharina von der Leyen
Sonnenschein
YOU, ME AND DUPREE  PREMIERE MELBORN

Das Beste an Kate Hudson ist – wenn man einmal kurz von ihrer hinreißenden Schönheit und ihrem schauspielerischen Talent absieht –, dass sie so wunderbar normal ist. Keine Skandale, keine Bataillone wechselnder Lover, keine Beauty-OPs und keine Entziehungskuren, die heutzutage offenbar ein Muss auf der Hollywood-Karriereleiter darstellen.

Das ist umso ungewöhnlicher, wenn man eine großartige Komödiantin als Mutter hat, die überall, wo sie auftaucht, sofort im Mittelpunkt steht. Und einen Stiefvater, der den meisten Menschen als „Klapperschlange“ und Elvis-Imitator im Gedächtnis sitzt. Goldie Hawn und Kurt Russell haben sich immer bemüht, Kate und ihrem älteren Bruder Oliver wahre Werte mit auf den Weg zu geben. „Meine Eltern waren sehr streng“, erzählte Kate Hudson in einem Interview. „Wir hatten eine ganz normale Kindheit. Einen Großteil davon verbrachten wir in Colorado. Und meine Mutter kochte Eintopf für die Familie.“

Goldie Hawn erinnert sich, dass sie fast alles Menschenmögliche unternommen hat, um zu verhindern, dass Kate auch nur in die Nähe des Showbusiness kommt. Vergebens, wie man weiß. Immerhin ist aus ihrer Tochter kein oberflächliches Hollywood-Babe geworden. In der Filmbranche hört man wahre Lobeshymnen auf Kate Hudson: etwa dass es völlig unmöglich ist, sich in ihrer Gegenwart nicht wohlzufühlen. Sie gilt als ungekünstelt, humorvoll und ansteckend gut gelaunt, gleichzeitig als äußerst reflektiert und intelligent.

Vor acht Jahren hatte die heute 28-Jährige ihren Durchbruch als reizendes Rock-Chick in „Almost famous – Fast berühmt“ und übertraf die Prophezeiung des Filmtitels. Die Rolle brachte ihr einen Golden Globe und eine Oscar-Nominierung ein. Die Musikerszene, in der „Almost Famous“ spielt, kennt sie aus eigener Anschauung. Während ihrer Teenagerzeit übernachtete immer wieder eine Reihe von Rockstars auf der Familiencouch im Wohnzimmer.

Und mit 20 verliebte sie sich in den 13 Jahre älteren Chris Robinson, den Frontmann der amerikanischen Band The Black Crowes. Der Flirt zwischen ihnen wurde sehr schnell sehr ernst: 2000 heirateten die beiden.

Vier Jahre später kam Sohn Ryder Russell auf die Welt. Vor zwei Monaten wurden Hudson und Robinson geschieden. Dennoch sind sie sich nach wie vor nahe: „Bei uns beiden dreht sich alles um Ryder“, sagte Kate Hudson kürzlich der US-Zeitschrift „Harper’s Bazaar“. „Und es ist doch so: zufriedene Eltern bedeuten zufriedenes Kind. Chris war meine erste wirklich große Liebe. Ich war sieben Jahre mit ihm zusammen. Wir reden immer noch jeden Tag miteinander und er bringt mich wie immer noch fürchterlich zum Lachen.“

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Little Miss Sunshine