Sexy Chamäleon im Mode-ZeitrafferKylie Minogues verführerische Outfit-Hits

von AMICA Online Autorin
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Mode-Evolution einer Stil-Ikone
Kylie Minogue mit William Baker, Kylie Fashion

Mit Hits wie „I Should Be So Lucky“ oder „The Loco-Motion“ hielt sich Sängerin und Schauspielerin Kylie Minogue jahrelang an der Spitze der Charts. 1986 gelang dem damaligen Soap-Star („Nachbarn“, „The Sullivans“ und „Skyways“) der musikalische Durchbruch und war ab sofort weder aus Ohren, noch Medien mehr wegzubekommen.

In Großbritannien beispielsweise ist sie, gemessen an Chartplatzierungen, bis heute die zweiterfolgreichste Sängerin nach Madonna. Doch in der zierlichen Frau steckt nicht nur eine große Stimme, sondern auch ein Mode-Idol: Ganze Fotostrecken wurden bereits über die sexy Outfits der Australierin gedruckt und vielen ist der Look der heute 44-Jährigen im Gedächtnis geblieben. Gern erinnern wir uns an den weißen Kapuzen-Jumpsuit aus dem Musikvideo zu „Cant get you out of my head“, dessen Ausschnitt bis zum Bauchnabel reichte und gierige, sowie verlegene Blicke anzog. Nicht zuletzt dieses Outfit brachte ihr Bezeichnungen wie „Pure Sünde“ oder „gefährlich sexy“ ein.

© PR
Titel: Kylie Minogue

Text: Kylie Minogue, William Baker

Verlag: Edel, März 2013

Preis: um 36 Euro

Nun hat die Sängerin einen Bildband erstellt, in dem sie ihre modischen Metamorphosen aus 25 Jahren Rampenlicht zum Thema macht. Bereits im Klappentext betont Kylie, wie stolz es sie mache, „mit den Größten der Modebranche zusammengearbeitet zu haben“. Mit Dauerwelle im Retro-Look der 80er, Schnürtops und Leggins in Neonfarben während der 90er und heute sexy im lässigen Metallic-Look stets am Puls der (Mode-)Zeit – Kylies stetiger Imagewandel über Jahrezehnte hinweg ist beachtlich. Eine Frau und so viele Gesichter?

Die Zusammenstellung der schönsten Outfits beschreibt die Ikone als „eine wundervolle Reise in die Vergangenheit, die Erinnerungen aus 25 Jahren Mode wieder erwachen lässt“. In zwölf Kapiteln sind die schönsten – und für Kylie bedeutsamsten – Mode-Momente festgehalten, die im Laufe ihrer Karriere in Zusammenarbeit mit Designern wie Jean Paul Gaultier, John Galliano, Julien McDonald oder Domenico Dolce und Stefano Gabbana entstanden.

Die Looks von Kylie Minogue
Kylie Minogue, Fashion

Ersterer kommt gleich zu Beginn des Buches zu Wort: Jean Paul Gaultier nennt sie zärtlich „Chérie“, spricht Kylie im Vorwort in Form eines (Freundschafts-)Briefes an und schnell wird klar, wie sehr ihn die Sängerin beeindruckt. „Ich war von deiner Schönheit und Freundlichkeit, deinem joie de vivre, deiner charmanten und einzigartigen Persönlichkeit fasziniert“, schwärmt Gaultier von seiner und Kylies erster Begegnung anlässlich der Eröffnung seiner ersten Boutique in Londen. Ihre Beziehung zu dem Haute-Couture-Designer ist fast schon familiär und auch generell scheint die Sängerin der Liebling vieler Designer zu sein. Designer-Duo Domenico Dolce und Stefano Gabbana nennen sie „ihre kleine Prinzessin“ und für Stella McCartney ist Kylie „ihre Lieblingskollegin“. Je tiefer man als Leser in den Kommentaren zu einzelnen Bildern versinkt, desto auffallender ist die Wärme und Freundlichkeit, mit der Fotografen und Designer über sie sprechen.

Auch William Baker, Artdirektor und Stylist, kommentiert wie Kylie nahezu jeden Eintrag des Buches und war bei einigen Bildern sogar selbst der Fotograf. Für seine Arbeit mit Kylie bekannt geworden, zieht der Engländer seit Jahren als ständiger Begleiter und Ratgeber der Pop-Queen hinter den Kulissen die Fäden. Zu Recht beschreibt er seine Co-Autorin, bezogen auf deren Stilwandel der letzten Jahre, in einer Passage als „Chamäleon“. Ihr modischer Wandel der letzten Jahrzehnte ging in die Extreme. Und doch hat Kylie in der Vergangenheit nie das Gefühl vermittelt, nicht sie selbst zu sein. Die Australierin setzt Trends, erkennt aber auch die Wünsche danach, und scheint immer zu wissen, wie weit sie mitgehen kann, um sich selbst noch damit zu identifizieren.

Das Geheimnis des einzigartigen „K-Styles“, wie ihn Designer Peter Morissey nennt, liegt wohl „darin, dass Kylie sich selbst immer durch ihre Kleidung ausdrücken wollte. Es geht ihr darum, zu zeigen, wer sie ist und an welchem Punkt im Leben sie sich gerade befindet.“