Lady Gaga Madonna 2.0

 

Schräger, lauter, provokanter: Als Queen of Style hat Lady Gaga ihr Vorbild Madonna längst überholt. Die coolsten Outfits zeigt ein neuer Bildband.
Text: Kerstin Kotlar
Bescheidenheit gehört nicht Lady Gagas Stärken. „Ich habe es mir zum Ziel gemacht, die Popmusik zu revolutionieren“, sagte sie. „Die letzte Revolution wurde vor 25 Jahren von Madonna losgetreten.“ Für Aufruhr im Musikbusiness sorgte die schrille Sängerin seit ihrem Debütalbum „The Fame“ (2008) mit der Single „Pokerface“.

Gerade eben kürte das US-Wirtschaftsmagazin „Forbes“ die 25-Jährige in seiner „Celebrity 100“-Liste als „mächtigste Berühmtheit der Welt“ – berechnet nach Einkommen und Popularität in den Medien.

Einflussreich zeigt sich Lady Gaga insbesondere in Sachen Mode. Der Bildband „Lady Gaga – Grenzbereich Mode“ lässt die Kostümwelt der Popdiva Revue passieren. Bizarre Outfits mit XXL-Schultern, Glitzer-BHs und -Bodys, Turmhaare oder legendäre Schleifenfrisur sowie schwindelerregende Plateau-Schuhe und der Hummerhut – das ist die Bühnenwelt der New Yorkerin, die auf großformatigen Fotos dokumentiert wird.
© WHITE STAR VERLAG

Die neue Madonna

Lady Gaga versteht es zu provozieren ebenso wie ihr Vorbild Madonna. Die Queen of Pop sorgte beispielsweise mit den Kegel-BHs, die Jean Paul Gaultier für ihre „Blond Ambition“-Tour in den Neunzigern kreierte, für pikierte Aufschreie (- in Kombination mit der inszenierten Masturbation auf der Bühne). Auch noch mit 47 räkelte sie sich im Video zu „Hung up“ (2005) pinken Body und Glitzergürtel vor dem Spiegel.

Was früher cool, aufregend und inspirierend war, wirkt inzwischen fast verkrampft. Zu gewollt sind ihr Affront, die bedingungslose Jugendlichkeit und ihr Körperkult (zu sehen an ihren sehnigen Armen), wenig mitreißend die letzten Konzerte.
Lady Gagas Looks
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In schrillen Glitzeroutfits, die inzwischen von Designern wie Giorgio Armani oder Hedi Slimane designt werden, ist Lady Gaga nun längst an ihrer Inspirationsquelle vorbeigezogen. Sie bewegt heute die Massen. Sie ist die neue Queen of Style. Im Gegensatz zu Madonna hat Lady Gaga keine Angst vor Hässlichkeit, sie legt den Fokus der Inszenierung nicht auf die permanente Darstellung der eigenen Sexiness.

Der Antrieb beider Diven: der immerwährende Kampf um Aufmerksamkeit. Madonna Louise Ciccone wurde als Kind von ihrer Schwiegermutter gerne links liegen gelassen. Nach einer abgebrochenen Tanzausbildung hatte sie sich ihre Karriere als Sängerin bis zur „Queen of Pop“ hart erkämpft. Stefani Joanne Angelina Germanotta war einerseits ein zurückhaltendes Mädchen, entdeckte andererseits jedoch schon früh ihre kreative Ader. Bereits mit vier Jahren spielte sie Klavier, mit elf komponierte sie eigene Lieder. Erfindungsreich war Lady Gaga an der katholischen Privatschule in Manhattan. Sie erinnert sich: „Ich habe meinen Rock extra weit hoch gerollt. Die Nonnen wussten überhaupt nicht, was sie mit mir anfangen sollten."
© Universal Music
Das Album „Born This Way“ erscheint am 23. Mai.

Lieber unten ohne

Auf der aktuellen Platte „Born this way“ serviert uns Lady Gaga erstaunlich wenig Provokantes, sondern vielmehr feinsten Discosound. Die leichten Melodien zu eingängigen Beats eignen sich bestens für massentaugliches Hüftwackeln in durchtanzten Clubnächten. Für die Albumbilder verzichtete die Popdiva mal wieder auf Hosen und ließ sich lieber unten ohne ablichten.

„Würde Karl Lagerfeld mich eine hässliche Schabracke nennen, wäre ich getroffen, eben weil´s von Karl Lagerfeld käme“, erzählt Lady Gaga im aktuellen Buch. Glücklicherweise hat sich die New Yorkerin vor kurzem erst den Titel „Stil-Ikone des Jahres“ vom Council of Fashion Designers of America ((CFDA) verdient. Die Vorsitzende Designerin Diane von Furstenberg hält die extravaganten Outfits Lady Gagas für die stilbildensten.
Lady Gaga wird am 9. Juni beim Finale von „Germany’s next Topmodel“ live auf der Bühne stehen.

Sie lieben die Inszenierung auf der Bühne und schräge Outfits: die Popdiven Lady Gaga und Madonna. Doch wer ist die wahre Queen of Style?

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Kim  |  15.08.2011, 17:50
Britney ist der Popstar des Jahrtausends
Gaga ist Britney-Fan und damit hat auch Britney Anteil am Erfolg von Gaga, auch wenn ihr Ignoranten das nicht sehen wollt.
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