Magermodel-DebatteLagerfeld gegen Laufsteg-Verbot

„Natürlich gibt es Mädchen, die sehr dünn sind. Aber man darf nicht vergessen, dass sich der Knochenbau geändert hat“, begründete der Modeschöpfer seine negative Haltung gegenüber einer Verbannung zu dünner Models vom Laufsteg-Parkett.

Lagerfelds Aussage ist besonders zum jetzigen Zeitpunkt ein Frontalangriff auf die Anti-Magersucht-Aktvisten der Modeszene: Denn der Tod des an Essstörungen leidenden Fotomodels Ana Carolina Reston hatte erst kürzlich zu einer heftigen Debatte über einen Körpermaßindex für Models geführt. Und bereits im Sommer wurde in Spanien mehreren Models die Teilnahme an einer Madrider Modenschau wegen Untergewichts verboten.

Wollte Lagerfeld mit diesem Spruch ein bisschen mehr Medien-Aufmerksamkeit für seine Fotoausstellung herausholen? Nötig hätte er es eigentlich nicht gehabt. In der Berliner c/o-Galerie war ohnehin die Hölle los, als der Modeschöpfer seine Schwarz-Weiß-Fotos den Journalisten präsentierte.

Der Clou: Die „One Man Shown“ zeigt mit rund 350 Fotografien und Installationen immer die gleiche Person: das amerikanische Model Brad Kroenig. Die Bilderreihen demonstrieren „die Evolution eines Gesichts, einer Begabung, einer Persönlichkeit“, betonte der deutsche Modemacher.

Lagerfeld gegen Laufsteg-Verbot

Kroenig ist 27 Jahre alt, stammt aus St. Louis in Missouri und wurde vor ein paar Jahren von Lagerfeld entdeckt und aufgebaut. Die Aufnahmen halten Kroenigs Entwicklung von einem unbekannten Gesicht bis hin zu einem der weltweit bestbezahlten männlichen Fotomodelle fest.

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