Liz HurleyEin glamouröser Wet-Dream

Elizabeth hielt sich schon immer tapfer in sparsamer Bekleidung. Als ich sie 1991 das erste Mal sah, stand sie bei etwa 3 Grad in Hotpants an Deck eines griechischen Kreuzfahrtschiffes, auf dem Hugh Grant mit Roman Polanski „Bitter Moon“ drehte. Sie war angereist, um Hugh bei Laune zu halten, und kaum war sie da, kam Leben in die Bude: Elizabeth spielte mit der Crew Roulette und ersetzte die Überspanntheiten der Stars am Set durch eine gewisse erotische Spannung.

Die Männer waren hingerissen. Die Frauen ein bisschen irritiert, aber friedlich: Vielleicht hätten sie sie lieber nicht gemocht, aber dafür war sie zu nett und gut gelaunt. Sicherlich ist Elizabeth eine „Männerfrau“, die immer Männer um sich herum hatte, weil sie ein good sport und hochamüsant ist – und dazu aussieht wie ein glamouröser Wet-Dream. Und irgendwie hat sie es
geschafft, mit vielen der Männer befreundet zu bleiben, die ihr unerklärlicherweise nicht übel genommen haben, dass sie ihre Avancen nicht erwiderte. Gleichzeitig macht sie sich Frauen nicht zum Feind: Sie ist kein biss-chen stutenbissig, sondern an Frauen interessiert, großzügig mit Komplimenten und eine treue Freundin.

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Liz Hurley mit ihrem Verlobten Arun Nayar
"Mein erstes Date seit 18 Jahren"

Arun lernte sie über Freunde kennen, die sich während ihrer Schwangerschaft um sie kümmerten. „Einmal in der Woche haben sie mich zum Essen ausgeführt. Als Damian sechs Monate alt war, wollten sie mich wieder einladen, aber da fand ich, jetzt sei es mal genug", erzählt Elizabeth, „sie müssten jetzt mal jemanden dazu einladen, ich kam mir vor wie ihre Adoptivtochter. Und sie meinten, es gäbe diesen Freund, der sich gerade von seiner Frau getrennt habe, reizend und sehr gut aussehend, halb Deutscher, halb Inder.

Komische Kombination, dachte ich, aber er war wirklich nett. Nach zwei Monaten gab es wieder so ein Essen – und diesmal fand ich ihn himmlisch. Er war mein erstes Date seit 18 Jahren: Ich war 13 Jahre lang mit Hugh zusammen, danach anderthalb Jahre mit Bing (dem Erzeuger von Damian, ihrem Sohn, Anm. der Red.), vor Hugh dreieinhalb Jahre mit jemand anderem. Ich hatte richtig Angst: Ich wusste gar nicht mehr, wie Dates eigentlich gehen.“

Offenbar ganz gut, denn seit Ende 2001 ist sie mit Arun zusammen und glücklich. Er „macht in Computer-Software“ in Mumbay und Hamburg, ist aber doch jedes Wochenende mit Elizabeth auf ihrem Hof in Gloucestershire. Damian nennt ihn deutsch „Papa“. Alles passt: die Familien, die Freunde – „seine sind mehr euro, meine alle englisch“ – manche teilen sie sogar seit Jahren, obwohl sie sich nicht kannten.