Maria FurtwänglerEin cooler Cop

Text: David Baum

AMICA: Zu Beginn ein Spiel. Wir stellen uns vor, ich müsse Sie anmoderieren. Wir haben aber nur Zeit für eine Bezeichnung. Was wählen Sie: Charakterdarstellerin, Stil-Ikone, promovierte Ärztin oder perfekte Mutter?

MARIA FURTWÄNGLER: Vom Herzen her würde ich sagen: Maria Furtwängler, die beste Mama der Welt! In der öffentlichen Wahrnehmung gefiele mir natürlich eher die Schauspielerin.


Was ist mit dem Attribut der Modebewussten?

Ich wünschte, das käme ganz weit oben. Aber ich befürchte, dass es unrealistisch ist. Ich habe keine große modische Begabung. Ich habe lange gebraucht, bis ich Spaß daran hatte, meinen Typ ständig neu zu erfinden.

Als Prominente stehen Sie unter ständiger Beobachtung. Das macht es wohl nicht leichter …

Die In- und Out-Listen sind unbarmherzig. Aber man lernt bald, dass man es – wie beim Schauspielern übrigens auch – nicht allen recht machen kann. Bei der letzten Bambi-Verleihung trug ich ein Cavalli-Kleid – das war ziemlich scharf, und ich fühlte mich sehr wohl darin. Da schrieb jemand: Die Furtwängler müsste doch wissen, dass man so etwas als zweifache Mutter nicht anziehen kann. Wer schreibt so was im Jahr 2007!?

Karl Lagerfeld hat Sie als moderne Diva in Haute Couture inszeniert (Anm. d. Red.: zu sehen im AMICA-Magazin). Gefiel Ihnen das?

Ich liebe die Verkleidung. Aber tatsächlich hatte ich meine Probleme, weil ich in kaum eine der Roben hineingepasst habe. Ich fühlte mich zum ersten Mal in meinem Leben fett. Dabei bin ich eigentlich sehr schlank.

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