Mette-Marit und Prinz Haakon Hip Hop zum zehnten Hochzeitstag

 

Heute feiert das norwegische Kronprinzenpaar seinen zehnten Hochzeitstag. Wir blicken auf zehn Jahre Liebesglück zurück und erklären, wie Mette-Marit an ihrer Aufgabe gewachsen ist.
Die „Prinzessin des Volkes“ wird Prinzessin Mette-Marit in einem neuen Buch genannt. Doch das war sie nicht immer: Als der norwegische Kronprinz Haakon im Dezember 2000 seine Verlobung mit der bürgerlichen Mette-Marit bekannt gab, waren die Norweger zunächst überhaupt nicht begeistert. So ist Mette-Marit nicht nur bürgerlich, sondern blickt auch auf eine wilde Party-Vergangenheit mit Drogen zurück und bringt zu allem Überfluss ein Kind mit in die Ehe. Der Skandal war groß, doch Prinz Haakon stand zu seiner Mette-Marit. In einem Interview mit der norwegischen Zeitung „Aftenposten“ sagte er über seine Frau: „Ich traf ein Mädchen, das mich wirklich beeindruckte, und ich sah all ihre Qualitäten. Nur die anderen sahen sie anfangs nicht“. Angeblich wollte er sogar auf den Thron verzichten, hätte er nicht den Segen für die Ehe erhalten. Zum Glück aber konnte sich der zukünftige König Norwegens durchsetzen und durfte Mette-Marit am 25. August 2001 heiraten.
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Zu seinem heutigen zehnten Hochzeitstag kann das Paar auf eine erlebnis- und lehrreiche Zeit zurückblicken. Vor allem Mette-Marit ist gewachsen, hat sich weiterentwickelt und ist aufgeblüht wie eine Blume. Zunächst schien ihr das Leben in der Öffentlichkeit schwer zu fallen. Die Medien fragten sich, ob sie dem Druck der Krone standhalten könne. Vor allem ihre Flugangst machte ihr zu schaffen und erschwerte ihre repräsentativen Aufgaben. Und auch die Skandale ließen nach der Hochzeit nicht nach: Ihr trinksüchtiger Vater vermarktete seine Hochzeit mit einer Stripperin, es gab einen familiären Erbschaftsstreit, Erpressungsgerüchte, Krankheiten und Verletzungen, wie ein schwerer Sonnenbrand, den die bürgerliche Prinzessin bei der TV-Sendung Sandra Maischberger erlitt. 2002 flüchtete sie mit ihrem Mann und Sohn nach London. Später sagte sie über diese Zeit in einer TV-Dokumentation: „Ich war nicht die typische Anwärterin auf eine Prinzessinnenrolle. Es war eine sehr große Veränderung, also habe ich die ersten Jahre dazu genutzt, mich einzugewöhnen.“

Norwegen hat endlich wieder Grund zur Freude

Heute, zehn Jahre später, ist Mette-Marit ein gänzlich akzeptiertes Mitglied des europäischen Hochadels. Nicht nur das, die Norweger lieben ihre Kronprinzessin regelrecht. Immer wieder beweist Mette-Marit ihre Würde, zuletzt bei den Trauerfeiern für die Opfer der Attentate in Oslo und auf Utoya, wo ein Mann insgesamt 77 Menschen tötete. Mette-Marit weinte mit ihren Untertanen, zeigte Mitgefühl, Betroffenheit und Trauer. Dennoch war sie stark für ihr Land, obwohl auch sie ein Todesopfer aus ihrer Familie zu beklagen hatte: Auf der Ferieninsel Utoya erschoss der Attentäter ihren Stiefbruder, den 51 Jahre alten Polizist Trond Berntsen.
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Nach all der Dunkelheit und den furchtbaren Erlebnissen, die diesen Sommer über Norwegen lagen, ist es schön, jetzt wieder einen Grund zur Freude zu haben. Das findet auch das Kronprinzenpaar, das seinen zehnten Hochzeitstag mit einem großen Hip-Hop-Konzert auf dem Gelände der Osloer Universität feiern will. Außerdem wird in der städtischen Kathedrale ein Gottesdienst zu Ehren des Paares abgehalten werden. Für den Abend ist ein privates Bankettessen geplant.

Wir beglückwünschen das Hochzeitspaar, das nach zehn Jahren noch so verliebt wie am ersten Tag zu sein scheint. Mehr zu Mette-Marit und Prinz Haakon erfahren Sie in unserer Bildergalerie.
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