Million Dollar ShootingstarWie man mit halbnackten Models baden geht

von Amici Möchtegern-Fashionista und Tiegelvernichterin
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© SAT.1/ Morris Mac Matzen

Castingshows gibt es ja bekanntlich wie Sand am Meer. Und nun gibt es eine weitere: „Million Dollar Shootingstar“. Das würde keinen sonderlich kratzen, wären die Juroren nicht Bar Refaeli und Peyman Amin. Wer sich unter einer Quote wie bei „Germanys next Topmodel“ mit Modelmama Heidi Klum behaupten will, braucht aber etwas Neues. Und so suchen Refaeli und Amin in ihrer fünfteiligen Sendung immer mittwochs auf Sat.1 keine New Faces, sondern vielmehr Models, die bereits etabliert sind. Wer jetzt aber mit Erfolgreichen gerechnet hat, die schon für alle großen Designer gelaufen sind, hat geirrt.

Im Vergleich zu Gina-Lisa Lohfink und Konsorten sitzen allerdings die Posen bei den Anwärterinnen auf die eine Million Dollar. Ja genau, diesen Betrag kann die Gewinnerin absahnen, wenn sie alle Shootings für sich entscheidet. Dafür mussten die Teilnehmerinnen schon seit Beginn der ersten Sendung die Strapazen während der Shootings und Peyman Amins grenzwertige Kommentare ertragen. So gab der 41-Jährige Model Katharina aufgrund ihrer üppigen Oberweite den Spitznamen: „Katharina die Großen“. Doch damit nicht genug. Teilnehmerin Amy musste sich vom selbsternannten Sprücheklopfer gefallen lassen: „Jetzt machst du schon wieder dieselbe Hackfresse.“ Und übertrumpfte sich selbst, als er zu Amy sagte: „Vielleicht imponierst du Bauarbeitern – mir nicht.“

Bar Refaeli konnte aufgrund ihrer mangelnden Deutschkenntnisse ihren Kollegen schlecht rügen und reagierte auch auf die Leistung der Models wenig beeindruckt. Und das, wo das Topmodel Refaeli durchaus die Leistung der Mädels beurteilen kann. Sie ist eines der erfolgreichsten und gefragtesten Models. Zierte die Hochglanz-Cover von „Vogue“, „Harpers Bazaar“, „Instyle“ und „Sports Illustrated“ . Sie war darüber hinaus eines der begehrten Victorias-Secret-Models. Bekannt wurde die 27-Jährige wohl aber hauptsächlich durch die fünfjährige Beziehung zu Hollywood-Schauspieler Leonardo DiCaprio.

Wenn es so ist, dass eine gute Show nur mit Action und viel Haut das Publikum überzeugen kann, sollten die Quoten eigentlich stimmen. Das tun sie aber nicht. Nur 3,1 Prozent aller Zuschauer sahen laut „kress.de“ die Sendung. Schürfverletzungen, das Nacktshooting im Toten Meer und der Zickenkrieg unter den Kandidatinnen waren Hauptbestandteil der Sendung. Und auch Tränen gab es. So verlässt Anja als Erste den Model-Zirkus und steigt aus der Sendung aus.

Als Highlight kann die karge Canyon-Landschaft Israels, Bar Refaelis Heimat, bezeichnet werden. Kein Wunder, dass hier die ersten Bilder geshootet wurden. So mussten sich die Mädchen durch die Schluchten, befestigt an einem Seil, schwingen und dabei möglichst grazil und edel wirken. Keine leichte Aufgabe. Später zeigten die Models am Strand oder im Meer halbnackt als Meerjungfrauen ihre Traumkörper. Die Ergebnisse, nämlich die Fotos, waren professionell und sehenswert. Fotograf war, wie schon aus Heidi Klums Show bekannt, Oliver Gast.

Dennoch fehlt der Sendung Charme und den Juroren die gewisse Nähe zu ihren „Schützlingen“. Nächste Station auf ihrer Welttour ist Island, rund 40 Grad kälter als Israel. Lässt sich gespannt abwarten, ob Peyman und Refaeli dann wärmere Worte finden und das Fomat mehr überzeugt.

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