Miroslava Duma auf dem DLD Women 2014„Ich bin die Repräsentantin top gestylter Russinnen“

Als Mode-Vorbild auf Twitter gefeiert, Kamera-Liebling der Streetstyle-Fotografen, Digital-Queen: Miroslava Duma lebt digitalen Lifestyle. „Wir müssen alle in die digitale Ära übergehen“, fordert Miroslava Duma in der Diskussion „Branding im 21. Jahrhundert“ auf dem DLD Women 2014. Sie selbst hat das längst getan. Ihr Medium: Instagram. 738.562 Follower sind es zum Zeitpunkt des DLD Women – danach mit Sicherheit noch ein paar Dutzend mehr. Denn Duma vermarktet sich selbst perfekt im Netz.

Da ist es kaum zu glauben, dass sie täglich nur etwa fünf Minuten mit Social Media verbringt. „Doch wirklich“, betonte Duma. „Ich mache ein Foto, poste es auf Instagram, fertig.“ Sogar ihr Sohn George hat schon einen eigenen Account. Mit gerade einmal drei Jahren. „Er hat genau 20 Follower, alles Freunde und Verwandte von mir“, schmunzelte die Stilikone.

Zur grauen Röhrenjeans trug  Miroslava Duma einen Lanvin-Trenchcoat in Metallicgrün und Stilettos von Gianvito Rossi. Etwas Puder, ein hauchzarter Eyeliner und Mascara – mehr braucht die 25-Jährige für ihr Make-up nicht.

Miroslava Duma – vom Streetstyle-Liebling zur Business-Frau

© Katja Sonnewend
Ob Print oder Online - 'es ist Platz für alles, das Qualität hat', meint Miroslava Duma.
Warum ausgerechnet sie zum umschwärmten Modeliebling geworden ist, verstehe sie selbst nicht. Sie sei einfach zum richtigen Zeitpunkt da gewesen. „Die Mode braucht immer neue Menschen, die sie vergöttern kann.“ Damals hatte sie Scott Schumann für die „Harper’s Bazaar“ nach Moskau geholt. Sein „Thank you“-Post auf seinem Streetstyle-Blog hatte Miroslava Duma zu Höhenflügen in der Modebranche verholfen.

Zunächst Redakteurin für die russische „Harper’s Bazaar“ schaffte sie es mit ihrem Blog High-Fashion-Marken wie Chanel und Dior als Anzeigenkunden ins Netz zu holen.

© Katja Sonnewend
Über Branding im 21. Jahrhundert diskutierte Miroslava Duma auf dem DLD Women 2014.
Inzwischen arbeitet sie als freie Modejournalistin für zahlreiche Hochglanzmagazine und gründete 2011 das Internetunternehmen Buro24/7. Die News-Seite über Mode, Lifestyle und Kultur ist so erfolgreich, dass sie nur ein Jahr später Lizenzen nach Kroatien und in die Ukraine vergab, es folgten Kasachstan, Aserbaidschan, Mittlerer Osten und Großbritannien. Dieses Jahr wird die Ausgabe in Brasilien an den Start gehen.

Tatsächlich ist die Russin trotz des gigantischen Erfolgs sehr unaufgeregt geblieben. Zwischen all den Interviews, die sie auf dem DLD Women gab, hatte sie immer einen Blick auf ihren Sohn. Und der hat trotz aller wichtigen Geschäftstermine immer Vorrang. Erst brachte sie den Kleinen selbst zum Mittagsschlaf bevor sie zur nächsten Fotostory stöckelte. High Heels gehören zu ihrer Standard-Ausstattung – liegt wohl auch an ihrer Größe von etwa 1,60 Meter.

Der Style von Miroslava Duma

Manche halten Miroslava Duma für die einzige Russin mit Stil. Allzu gern gelten die Osteuropäerinnen noch als Liebhaberinnen des billigen Bling-Bling und überbordender Folklore. Doch diese Zeit ist vorbei. Auch Duma übt sich in Bescheidenheit.

[kein Linktext vorhanden]„Ich bin keineswegs die Einzige mit Stil“, sagte sie im Interview mit AMICA Online. „Mal ganz abgesehen davon, dass ich mir bei einigen Teilen denke: Was hat mich nur geritten als ich das angezogen habe?“ Es gebe so viele top gekleidete Frauen in Russland. „Ich sehe mich als Repräsentantin dieser Frauen, weil ich viel reise, arbeite und viele Leute treffe.“

Wie russisch ist ihr Stil? „Wir leben in einer digitalen Welt, in der alles sehr vernetzt und international ist“, erklärte Duma. Deswegen gebe es das typisch Russische an ihrem Look eigentlich nicht. „Vielleicht die Halstücher im Babuschka-Style, die ich gerne trage und ich liebe die traditionellen russischen Prints.“ Andererseits werden beispielsweise italienische Designer wie Salvatore Ferragamo von russischer Kultur inspiriert, der amerikanische Designer Ralph Lauren entwarf eine Kollektion in Hommage an Anna Karenina.

Vor ein paar Jahren habe sie viel mit verrückten Trends experimentiert. Heute „gehe ich lieber auf Nummer sicher mit eleganten, klassischen Styles“. Wie mit dem metallicgrünen Trenchcoat, den Miroslava Duma um die schmale Taille gezurrt hat, die Ärmel hochgekrempelt. Er stammt aus der Frühjahr-Sommer-Kollektion 2007 von Lanvin. Wenn wir allerdings Bilder von ihr aus der gleichen Zeit (vor sieben Jahren) googeln, so verrät die Stilikone uns, würden wir so manch katastrophales Outfit finden.

 

Auch so einige Pannen leisteten sich diese Stars:
Video / 1:25 Min. / AMICA Online/Wochit

Trotz Top-Stylisten geht auch bei Hollywood-Stars mal das ein oder andere ordentlich schief. Angelina Jolies Puder-Unfall, Nicole Richies Selbstbräuner-Panne und andere Beauty-Debakel der Promis im Video.


 



keko