Mode-NewsJoop nimmt Problemkind zurück

Wolfgang Joop lässt sich nicht gerne in seiner Kreativität beschneiden. Schon sein erstes Label Joop hatte er 2001 komplett an den Hamburger Konzern „Wünsche“ verkauft, weil er sich zu sehr in die „Sportswear-Ecke gedrückt fühlte“, wie er es ausdrückte.

Mit seinem 2004 gegründeten Label Wunderkind sollte dann alles anders werden: Asymmetrische Kreationen, Spiel mit Formen und Mustern, Mode mit Couture-Appeal, präsentiert auf der Fashion Week in Paris.

Extravaganz macht keinen Profit

Doch die Verkaufszahlen waren so schlecht, dass das Unternehmen jüngst Mitarbeiter entlassen musste und sich die Schauen nicht mehr leisten konnte. Auf rund sechs Millionen Euro jährlich beliefen sich die Verluste zuletzt.

Und es gab wieder Streit mit den Aktionären: Gisa und Hans-Joachim Sander wollten die Kollektion im Gegensatz zu Wolfgang Joop massentauglicher machen und schließlich an den Investor Clemens Vedder verkaufen.

Neuanfang mit eigenem Geld

Jetzt will Wolfgang Joop von seinem Vorkaufsrecht Gebrauch machen, um sein 2003 gegründetes Label zu retten."Ich habe die 65 Prozent des Ehepaars Sander mit meinem Privatvermögen zurückgekauft“, sagte der Designer am Freitag gegenüber der „Financial Times Deutschland“ und fügte hinzu: „Ich verspreche Ihnen – im Herbst zeigen wir in Paris wieder eine neue Kollektion.“


Mehr Infos zum Designer bekommen Sie hier: Designer-Lexikon - Wolfgang Joop