Mode-ClansVeronica Etro

© David Mignon

Manchmal erwischt sich Veronica Etro dabei, dass sie monatelang nicht shoppen war. Sie hat kein Lieblingslabel und arbeitet gern in Jeans und T-Shirt. Mode ist also eigentlich gar nicht ihr Hauptthema. „Für mich ist der kreative Prozess viel wichtiger als das fertige Kleidungsstück“, sagt die Absolventin der St Martin’s School in London, die als Einzige der Familie auch perfekt Deutsch spricht, weil man sie aus unbekannten Gründen auf eine deutsche Schule schickte. Ihr Vater ließ sie schon als Kind über Stoffmuster entscheiden.

Heute entwirft Veronica die Etro-Damenlinie, ihre Brüder kümmern sich um die anderen Linien. Am Anfang jeder Saison diskutieren sie kurz über die Richtung der neuen Kollektion. „Dann nimmt jeder seinen eigenen Weg.“ Wenn die Etros dann ihre gemeinsamen Wochenenden auf dem Land verbringen, darf nicht über die Arbeit gesprochen werden. Damit Spaß und Lebensfreude erhalten bleiben. Kein Wunder, dass einem warm ums Herz wird, wenn man einen Etro-Laden betritt.