Oscars 2010 And the Award goes to ...
Hollywood hat die besten Filmschaffenden des Jahres gekürt! Hier erfahren Sie, welche Roben die Stars trugen, wer vor Rührung weinte und was alle überraschte.
Text: Veronika Schaller
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Und es gab viele Pailletten auf dem Roten Teppich. Denn modemäßig ging der Award dieses Jahr an Glitzer. Angesagt waren außerdem Bustier-Schnitte, Puderfarben, Blautöne und Drapierungen. Männer setzten wie gewohnt auf Smoking und Fliege.
Nebendarsteller in der Hauptrolle
Als alle Stars ihre Plätze in Hollywoods Kodak Theater gefunden hatten, gab es gleich zu Beginn einen Knaller: Der Award als „Bester Nebendarsteller“ ging an Christoph Waltz für seine Rolle als SS-Scherge in „Inglourious Basterds“. Der Österreicher widmete seine Rede Regisseur Quentin Tarantino. „Ich werde Dir nie genug danken können!“, sagte er sichtlich bewegt.Auf dem Roten Teppich hatte er zuvor erzählt: „Meine Karriere schießt so nach oben, dass ich Schwierigkeiten habe mitzukommen.“
Dass Javier Bardem ihr die Hand hielt, brachte der Vorjahres-Gewinnerin Penélope Cruz dieses Jahr kein Glück. Mo’Nique räumte mit ihrer ersten Nominierung für „Precious“ den Oscar für die beste schauspielerische Leistung in einer Nebenrolle ab. Mit Tränen in den Augen dankte sie ihrem Mann dafür, dass er sie dazu ermutigt hatte unpopuläre, aber richtige Dinge zu tun. Sie fügte hinzu: „Dieser Oscar ist der Beweis dafür!“
Mo’Nique hatte im Vorfeld für Diskussionen gesorgt, weil sie Gagen für Promotion-Auftritte verlangt und in einer Talkshow nach dem finanziellen Nutzen eines Gewinns gefragt hatte.
Die Academy liebt Sandra Bullock
„Wer liebt Sandra Bullock nicht?“, hatten die Moderatoren Alec Baldwin und Steve Martin zu Beginn der Sendung gefragt. Ihre Antwort: „Das werden wir heute herausfinden!Noch nie war Sandra Bullock für einen Oscar nominiert und prompt ging der Award für die „Beste Hauptdarstellerin“ an sie, für ihre Leistung in „The Blind Side“.
Konkurrentin Meryl Streep wird sie wohl trotzdem noch lieben. Sie hält den absoluten Rekord an Nominierungen. Oder wie es Komiker Steve Martin es ausdrückte: „An Verlusten!“. 16 Mal hatte sie bereits die Chance auf einen Oscar, zwei Mal konnte sie ihn mit nach Hause nehmen.
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Aller guten Dinge sind fünf!
Auch er durfte sich endlich freuen: Vier Mal war Jeff Bridges bereits nominiert gewesen und leer ausgegangen. Beim fünften Anlauf durfte er nun den Oscar für den „Besten Hauptdarsteller“ mit nach Hause nehmen. Der Schauspieler dankte seinen Künstler-Eltern im Himmel dafür, dass sie ihn zum Showbusiness gebracht hatten, seiner Frau und seinen drei Kindern ohne die er „nicht hier oben stehen würde“.In der Kategorie „Bester fremdsprachiger Film“ musste sich der deutsche Film „Das weiße Band“ von Michael Haneke kurz darauf gegenüber der argentinischen Produktion „El Secreto de Sus Ojos“ geschlagen geben.
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Die große Überraschung
Zum Schluss der Verleihung dann die Sensation: Zum ersten Mal gewinnt mit Kathryn Bigelow eine Frau den Award für „Beste Regie“. Im „Moment meines Lebens“ hatte sie mit dem Irak-Kriegsdrama „The Hurt Locker- Tödliches Kommando“ ihren Ex-Mann, James Cameron und seinen „Avatar“ ausgestochen.Auch in der Königskategorie „Bester Film“ konnte sich „The Hurt Locker“ durchsetzen und war mit sechs Auszeichnungen insgesamt Abräumer des Abends.
Steve Martins bezeichnendes Fazit: „Avatar spielt ab jetzt in der Vergangenheit!“
Die wichtigsten Gewinner im Überblick
- Bester Film: „The Hurt Locker – Tödliches Kommando“
- Beste Regie: Kathryn Bigelow
- Beste Hauptdarstellerin: Sandra Bullock
- Bester Hauptdarsteller: Jeff Bridges
- Beste Nebendarstellerin: Mo´Nique
- Bester Nebendarsteller: Christoph Waltz
- Bestes Originaldrehbuch: „The Hurt Locker – Tödliches Kommando“
- Bestes adaptiertes Drehbuch: „Precious“
- Beste Kamera: Mauro Fiore („Avatar“)
- Bester Dokumentarfilm: „The Cove“
- Bester Schnitt: „The Hurt Locker – Tödliches Kommando“
- Bester animierter Film: „Up“
- Bester fremdsprachiger Film: „El Secreto de Sus Ojos“ (Argentinien)









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