Trend 20er-JahreSo stylen Sie den „The Artist“-Look nach

von AMICA Online Autor Promi-Fan und Beauty-Enthusiast
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Jean Dujardin (links) und Bérénice Bejo in einer Szene von „The Artist“

Typische Hollywood-Story: Eine einfache Frau, gespielt von Bérénice Bejo, rempelt im Los Angeles der 20er-Jahre den berühmten Stummfilm-Star George Valentin (Jean Dujardin) an. Für die junge Frau, Peppy Miller, ist dies eine schicksalhafte Begegnung, denn kurz darauf findet sie sich auf dem Titelblatt einer Klatschzeitschrift wieder und wird selbst zum Star.

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Bérénice Bejo

Unter George macht Peppy erste Erfahrungen im Filmgeschäft und es bahnt sich eine Romanze zwischen den beiden an, die allerdings nie aufblüht. Im Gegenteil: Während es mit Peppys Karriere steil bergauf geht, verlieren sich die beiden sogar aus den Augen. Gleichzeitig beginnt der Ruhm von George Valentin zu verblassen, denn der Stummfilmschauspieler versteht es nicht, sich auf das neue Medium, den Tonfilm, einzulassen …

Der für zehn Oscars nominierte Film „The Artist“ erzählt die Geschichte dieser zwei Personen, die unterschiedlich mit den Neuerungen der Zeit umgehen: Peppy Miller ist der gefeierte Star des neuen Tonfilms, während der einst große George Valentin an den Änderungen zugrunde geht und aus dem Rampenlicht verschwindet. Fünf der begehrten Goldjungen sahnte der französische Streifen insgesamt ab, darunter als bester Film und für den besten Hauptdarsteller und natürlich das beste Kostümdesign.

So stylen Sie den Flapper-Look

Der Zauber von „The Artist“ liegt nicht nur darin, zu beschreiben, wie sich die Geschichten der beiden Protagonisten nach ihrem ersten Treffen in entgegengesetzte Richtungen entwickeln. Die Magie des Filmes beruht auch auf den ausdrucksstarken Schwarz-Weiß-Bildern, die ein schillerndes Bild der 20er-Jahre kreieren. Eine wichtige Rolle spielen dabei die Kostüme der Schauspieler, die den Glamour der „Roaring Twenties“ einfangen.

Mark Bridges, der für das Kostüm-Design verantwortlich ist, wurde für seine Arbeit in „The Artist“ sogar mit einen Oscar geehrt. Der Online-Plattform „Clothesonfilm.com“ erzählte Bridges, dass er als Vorbereitung für den Film verschiedene Stummfilme schaute, um zu sehen, wie die Kleidung damals getragen wurde. Anschließend begab sich Bridges auf die Suche nach authentischen Teilen. „Einige der Kleider, die im Film verwendet wurden, sind echte Kleider aus den 1920er-Jahren, aber den meisten war ihr Alter schon anzusehen, oder sie wurden repariert, weshalb wir sie nicht für Peppy verwenden konnten“, so Bridges. Mit der Hilfe von zahlreichen Schneidern, Schustern und Modisten aus Los Angeles fertigte Bridges dann Kopien der Vintage-Stücke an.

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Kostüm-Designer Mark Bridges

Peppy Miller verkörpert dabei den typischen Flapper der Ära. Flapper waren selbstbewusste junge Frauen, die gegen die älteren Generationen rebellierten, indem sie kurze Kleider und kinnlanges Haar trugen, sie rauchten, tranken Alkohol und schminkten sich.

Der bahnbrechende Stil der Flapper zeichnete sich durch knielange, weite Kleider aus, die weder Hüften noch Brüste betonten. Die für damalige Zeit geradezu skandalös kurzen Kleider wurden durch Fransen oder Zipfelsäume optisch verlängert. Die Mode der 20er unterstrich den damals aufkommenden Schlankheitswahn. In Gesundheits- und Schönheits-Clubs trainierten Flapper für einen schlaksigen Körper. Schönheitsideal war es, bubenhaft und jugendlich auszusehen. Diesen Look unterstrich das kurze Haar, das unter enganliegenden Mützen getragen wurde.

In unserer Oscar 2012 - So stylen Sie den Flapper-Look erfahren Sie, wie Sie auch im Jahr 2012 den revolutionären Stil der 1920er-Jahre nachstylen können.