Paris Hilton Geld macht glücklich

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Peter Praschl
Text: Peter Praschl
Manchmal haben auch die langmütigsten Klatschreporter Sinnkrisen. Dann schreiben sie vergrübelte Betrachtungen darüber, wie heruntergekommen die gute Gesellschaft mittlerweile ist. Früher musste man etwas leisten, um berühmt zu werden. Heute muss man bloß sein wie Paris Hilton, die niemals etwas anderes getan hat, als sich auf Partys herumzutreiben, vulgäre Klamotten zu tragen und mit zweifelhaften Männern Affären zu haben.

Kein Gramm Persönlichkeit, kein Funken Nachdenklichkeit, keine Spur Mitgefühl für die Minderprivilegierten. Hat sie jemals etwas anderes als „That’s hot!“ gesagt?

Aber eigentlich, findet der aufgebrachte Klatschreporter, ist Paris Hilton gar nicht so bedenklich wie wir (die Öffentlichkeit, die Gesellschaft, die westliche Zivilisation), die wir uns von so einem Nichts faszinieren lassen. Selbst wenn sie ihren Chihuahua verlegt, berichtet die Weltpresse wochenlang darüber. Es stimmt übrigens alles, was man ihr vorwirft. Es ist sogar noch viel schlimmer.
Denn Paris Hilton ist nicht irgendein Trailerparkluder, sondern eine höhere Tochter, Urenkelin des Hotelketten-Dynasten Conrad Hilton, Mitglied der so genannten Polite Society. Solche Mädchen wussten bis vor nicht allzu langer Zeit, dass sie sich nach ein paar Teenager-Exzessen wieder einkriegen mussten.
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