Petra Winter im Interview„Mit den Quoten ist keiner so richtig happy“

© ProSieben/Richard Hübner
Die Einkäufer Anne Rech (von links), André Maeder und Petra Winter entscheiden, welcher Designer direkt in die nächste Runde kommt.
Aber es muss Sie doch stören, wenn es an Zuschauern mangelt …
Bei „Fashion Hero“ geht es nicht nur um die Quote. Für uns als Modekette geht es eher um die Frage: Was kann ich als Partner aus der Show ziehen? Mit der Quote ist natürlich keiner der Beteiligten so richtig happy. Aber für s.Oliver ist das Ganze trotzdem ein großer Erfolg. Viele Teile aus der Show waren ja innerhalb kürzester Zeit ausverkauft. Wir gewinnen auch viele Neukunden, die wir hoffentlich halten können. Welches Unternehmen hätte etwas dagegen, sich zwei Stunden lang in der Primetime präsentieren zu können? Und unter Modeinteressierten hat die Sendung ja bereits eine eingeschworene, treue Fangemeinde.

Waren Sie selbst gleich ein Fan, als das Angebot für die Sendung kam?
Ich habe ja schon eine gewisse TV-Erfahrung, weil ich als ehemalige Chefredakteurin der „Cosmopolitan“ bei „Germanys’s next Topmodel“ dabei war. Als diese Sendung startete, gab es erst auch viele Vorurteile. Die Leute haben sich gefragt, ob ein Model wie Heidi Klum überhaupt moderieren kann. Ich dachte sofort: Cosmo und Heidi, das passt super zusammen. Und das hat es dann auch. Deswegen habe ich sozusagen einen positiven Hintergrund. Bei Claudia Schiffer hatte ich ein ähnliches Gefühl. Sie ist eine tolle, glaubwürdige Modeikone und gut für das Image unserer Marke. Ganz egal, was man von ihrem Showtalent halten mag.

Wer ist denn das bessere Showgirl – Heidi oder Claudia?
Heidi Klum ist eine geborene Entertainerin. Das hat sie mit „Germany’s Next Topmodel“ und „Project Runway“ bewiesen. Claudia Schiffer ist sehr sympathisch, sehr kenntnisreich. Aber sie ist eben ein ruhigerer Typ, nicht so laut. Das mag bei einem Fernsehformat schwierig sein. Aber ich sehe da eine Entwicklung. Sie ist im Laufe der Staffel schon viel emotionaler und entspannter geworden. Aber das trifft auch auf uns Einkäufer zu. Wir sind ja alle keine Showmenschen.

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Claudia Schiffer muss bei „Fashion Hero“ ihr TV-Talent beweisen.
Wie ist denn die Zusammenarbeit mit Claudia Schiffer am Set?
Claudia Schiffer hat ja ein sehr cooles, unnahbares Image. Aber sie ist eigentlich sehr herzlich und immer besorgt, dass es allen gut geht. Sie hatte ihre Schwester und ein nettes Team am Set dabei und wirkt absolut bodenständig. Auf der Aftershowparty hat sie ausgelassen getanzt und gefeiert. Und selbst ungeschminkt sieht sie einfach umwerfend schön aus. Ich kann nur Positives über sie sagen.

Welchen Designer aus der Show tragen Sie selbst eigentlich am liebsten?
Ich mag Rayan Odyll besonders gern. Weil er ein netter Typ ist. Und weil er auch ein wenig schräg ist. Seine Designs sind ein bisschen sexy, aber nicht zu sexy. Ich finde ihn toll.

Worauf dürfen wir uns in dieser Staffel von „Fashion Hero“ noch freuen?
Mittlerweile sind nur noch acht Designer übrig. Das Rennen wird also knapper und spannender. Ein Highlight, das mir noch einfällt: Jeder Einkäufer hat Designer unter die Fittiche genommen, von denen er bisher nichts gekauft hatte, und intensiv mit ihnen gearbeitet. Das war spannend für uns und wird spannend für die Zuschauer.

Und der Sieger? Geben Sie uns doch einen kleinen Hinweis, wer den 1,5-Millionen-Deal abräumt!
Das darf ich natürlich nicht verraten. Nur so viel: Wir mussten uns einstimmig auf einen Sieger einigen und das gab ein großes Hauen und Stechen. Im Finale haben wir uns ganz schön gezofft.

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„Mit den Quoten ist keiner so richtig happy“