Porträt: „Tatort“-Star Sofia Milos „Privat schaue ich keine Krimis“

 

Schöne Ermittlerinnen sind ihre Spezialität. Jetzt feierte Sofia Milos Premiere im Schweizer „Tatort“. Privat schaut die Schauspielerin keine Krimis, sondern träumt lieber von Kindern und Radeln zum roten Teppich.
Text: Kerstin Kotlar
Sofia Milos ermittelt
Die erste große Rolle ist eine israelische Polizistin in „The Order“ (2001). Anschließend verkörpert sie sieben Jahre lang Detective Yelina Salas in der Kultserie „CSI: Miami“. Gerade steht sie für das französische Pendant „Section de Recherches“ vor der Kamera. Die Spur der Ermittlerin lässt sich durch den schauspielerischen Lebenslauf der brünetten Schönheit verfolgen.

„Ich habe meinen Leuten auch schon vorgeschlagen: vielleicht sollte ich einmal etwas ganz anderes machen. Wie wäre es zum Beispiel mit einer Kochshow?“, erzählt Milos lachend. „Aber es sind die Fans, die mich immer wieder zurückrufen.“ Und diese konnten die Wahlamerikanerin mit griechisch-italienischen Wurzeln jetzt im ersten Schweizer „Tatort“ in Luzern als Komissarin an der Seite von Stefan Gubser als Reto Flückiger bewundern.

Die Rolle in „Wunschdenken“ wurde ihr gewissermaßen auf den Leib geschrieben. Denn wie Milos selbst ist die Ermittlerin Abby Lanning als Jugendliche aus der Schweiz in die USA gegangen. Als amerikanische Austauschpolizistin trimmt sie jetzt den „Tatort“ in der Schweizer Landidylle auf international. „Für mich war es eine wunderbare Gelegenheit in meine Heimat zurückzukehren“, schwärmt Milos im AMICA-Online-Interview. „Ich habe es sehr genossen, mich an die Orte zu erinnern, an denen ich aufgewachsen und zur Schule gegangen bin.“ An der Schweiz schätzt die in Zürich geborene Aktrice vor allem die Ruhe. „Ich habe zwar gerne ein Leben mit viel Action, ich unternehme gerne viel und bewege mich“, erzählt die 41-Jährige. „Aber die Idylle hier ist ein wunderbarer Ausgleich.“
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Mit dem Rad durch Hollywood

Mit viel Bewegung hält Milos in ihrer aktuellen Heimat ihre tadellose Figur in Form. Zwar frönt sie hier nicht ständig ihrer Liebe zu Wiener Schnitzel, doch sie isst trotzdem gerne und gut. „Ich lebe in den Hollywood Hills, sodass ich zum Wandern nur vor die Tür gehen brauche. Das liebe ich!“, so die Sportbegeisterte. „Statt mit Freundinnen shoppen zu gehen, lassen wir das Auto am Strand stehen und gehen zu Fuß nach Malibu.“ Außerdem steigt sie in die Rollerblades oder auf das Rad.

„Bis ich mit 25 meinen Führerschein bekommen habe, bin ich, egal wie ich angezogen war, überall mit dem Rad hingefahren. Mit dem Rucksack hinten drauf“, verrät die Schauspielerin. Auf diese Weise „grün“ zu sein, fände sie toll. „Schwierig wäre es nur, wenn ich im Abendkleid auf dem Rad zu einem roten Teppich fahren müsste“, lacht sie. Bei so viel Aktivität hat die Expertin in Sachen Detektivgeschichten keine Zeit zum Fernsehen. Milos erklärt: „Privat schaue ich keine Krimis."

Die Multikulti-Schweizerin

Viel lieber verbringt die Schauspielerin ihre Zeit mit ihrer neuen Liebe. Wer das ist wird zwar nicht verraten. Ganz sicher jedenfalls bringt es sie ihrem Kinderwunsch näher. „Ich würde meine Kinder in so vielen Sprachen wie möglich erziehen“, sagt Milos. „Weil ich weiß aus meiner eigenen Erfahrung, je früher man anfängt, desto weniger Anstrengung kostet es.“ Sie selbst hat mit sieben Jahren bereits Schweizerdeutsch, Deutsch, Italienisch, Französisch und etwas Griechisch gesprochen. Später kamen noch Englisch und Spanisch hinzu. „Mein Spanisch ist allerdings erst in den letzten zehn Jahren wirklich so gut geworden, dass ich eine flüssige Unterhaltung führen kann“, relativiert das Sprachtalent.
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Die Sprachen nutzt Milos aber nicht zur bloßen Verständigung. „Sie bringt mich anderen Kulturen näher, macht mich neugierig darauf“, so die Schauspielerin. „Wenn ich mit meinen Freund in den Urlaub fahre, ist es allerdings oft gar nicht so entspannend, weil ich dann alles organisieren und im Restaurant bestellen muss. Aber es macht auch Spaß.“

Für die Rolle der Abby Lanning polierte Milos sogar ihr Schweizerdeutsch wieder auf. Und doch war im Rahmen der verzögerten Ausstrahlung des Schweizer „Tatort“, die von April auf August verschoben worden war, Kritik an dem internationalen Star laut geworden. Regisseur Markus Imboden hatte gar von „Fehlbesetzung“ gesprochen. Doch Peter Studhalter, Bereichsleiter Fiktion bei Schweizer Radio und Fernsehen lobte: „Sofia Milos ist eine Schauspielerin mit einer absolut professionellen Einstellung. Darüber hinaus habe ich sie auch als wunderbar humorvollen und warmherzigen Menschen kennengelernt."
Paul  |  14.08.2011, 18:09
Ja nee
da liest die nur L. Ron Hubbard oder spielt am E-Meter rum - Schon erstaunlich, wem hier so eine Bühne geboten wird

Reinhard  |  14.08.2011, 13:40
scientology bei focus
Ja, die Frage von elis beschäftigt mich auch...

Amicus  |  14.08.2011, 13:28
Privat schaue ich keine Krimis
Natürlich nicht, da liest sie "Dianetik" und besucht Scientology-Kurse um "Clear" zu werden.
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