Robbie WilliamsMit „Take That“ zum Teenieschwarm

Seine Heimatstadt mochte Robbie noch nie. Keine geilen Weiber, kein geiles Wetter, kein gar nichts. Als er einmal mit einem Freund auf das trostlose Panorama seiner grauen Heimatstadt blickte, sagte er: „Ich bin zu gut für hier.“

Dann nahm Mama Janet die Sache in die Hand und schrieb einen Brief an Nigel Martin-Smith in Manchester. Der hatte gerade eine Boyband zusammengestellt und Janet fand, dass ihr Sohn dafür genau der richtige Typ sei. Robbie, gerade mal 15, wurde erst mal als Ersatzmann angeheuert.

Robbie war der jüngste der fünf und spielte seine alte Rolle: den Klassenclown. Beim ersten Auftritt, in einer Schulaula, hatten „Take That“ zehn Zuhörer plus einen Hund. Beim letzten Auftritt, sechs Jahre später, waren es Zehntausende, vor allem kreischende Mädchen. Als die Band sich am 13. Februar 1996 auflöste, hatte sie 20 Millionen CDs verkauft und in Berlin richteten Sozialarbeiter eine Telefon-Hotline für Fans ein, die sich umbringen wollten.