Robbie WilliamsZugedröhnt und abgedreht

Robbie war schon vorher bei „Take That“ gefeuert worden, millionenschwer und depressiv. Er hatte die Band gehasst, die belanglose Musik, das Saubermann-Image, die kreischenden Fans, die anderen Bandmitglieder, wirklich alles. „Dreimal hatte ich Sex im vergangenen Jahr“, klagte Robbie 1995, „und einmal davon war ich ziemlich gut.“

Ziemlich wahllos konsumierte er alle Drogen, die er auftreiben konnte. Alkohol, Ecstasy, Kokain, LSD, Heroin, Crack. Dazu rauchte er bis zu 80 Silk-Cut-Fluppen pro Tag. „Es gibt nichts, was ich nicht schon genommen hätte“, sagt er. In einem Hotel in Italien sprang er zugedröhnt in den Pool. Leider stellte sich heraus, dass es gar kein Pool war, sondern nur der Zierbrunnen im Foyer. Ohne Wasser. Davon hat er die Narbe über der Stirn.

Zu Hause war er zu diesem Zeitpunkt schon lange nicht mehr aufgetaucht. „1995 verabschiedete er sich von mir in Stoke und fuhr zu einer Neujahrsparty in London“, sagt Mama Janet. „Das muss eine ziemlich abgedrehte Party gewesen sein, denn ich habe ihn zwölf Monate lang nicht mehr gesehen.“ In London liefen Wetten, wie lange Robbie noch leben würde. Die meisten gaben ihm keine zwölf Monate. Da war Robbie 21.