Sandra Bullock40 erfordert Entscheidungen

40 erfordert Entscheidungen. Entweder springt man der Welt mit dem Hintern ins Gesicht (Methode Sharon Stone) oder legt sich einen jüngeren Ehemann zu (Methode Demi Moore) oder nimmt noch mal alles mit, was man kriegen kann, indem man seinen Namen auf Parfüm-Flakons pflastert (Methode Sarah Jessica Parker/Jennifer Lopez).

Vor allem aber muss man die wichtigste Entscheidung seines Lebens treffen: wie man in Würde zu altern gedenkt. Um mit Joan Collins zu sprechen, die – einige Teile von ihr sind 73 – eine Menge davon versteht: „Altern ist immer schwierig. Aber es ist leichter, wenn man eine Frau ist, als wenn man ein Mädchen ist.“

Es ist deshalb hilfreich, wenn man relativ früh mit dem Frausein anfängt, dann fällt es später nicht so auf. Bei Meryl Streep oder Susan Sarandon war es immer egal, ob sie 30 oder 50 waren, die haben noch nie in einem Film das Köpfchen schief gelegt.

© Reuters

Und Sandy, das Ur-Mädchen? Sie schwankt noch. Einerseits hat sie kürzlich einen ganzkörpertätowierten Motorradfreak geheiratet, der gelegentlich auf Autos schießt, Haie als Haustiere hält und sich für sie von einem Pornostar scheiden ließ. Andererseits hat sie sich die richtigen Dinge vorgenommen: „Mein Ziel ist es jetzt, mich an jeden Ort zu erinnern, an dem ich war, nur noch Dinge zu tun, die ich liebe, und nicht mehr ja zu sagen, wenn ich nicht ja meine.“