Sandra Bullock40 ist hart in Hollywood

Bei „Miss Undercover 2“, da waren wir schon über 40, habe ich endgültig die Geduld mit ihr verloren. „Sandy“, sagte ich, „nicht wieder in den Matsch fallen.“ Sie fiel in den Matsch, diesmal sogar in Las Vegas, wo es nicht leicht ist, Matsch zu finden.

Und dann war sie eine Zeit lang von der Bildfläche verschwunden. Niedlichkeits-Burnout, drei Jahre lang. Nichts gemacht außer Häuser kaufen und Häuser verkaufen. Und dabei gemerkt: Verdammt, niemand vermisst mich. Auch blöd.

© Reuters

Neulich hat sie sich mal wieder gemeldet. Was sie denn bloß machen solle, jetzt, wo sie mit 41 das Verfallsdatum überschritten habe. Ich sagte: „Ach, da geht schon noch was.“ Ich zählte an den Fingern ab: deprimierende Rollen spielen wie Exfrauen, Staatsanwältinnen, Mütter, irgendwas am Broadway wie Julia Roberts („Hab ich“, unterbrach sie, „die deprimierte Ehefrau in ‚L.A. Crash‘. Minirolle, aber immerhin“). Oder Zeichentrickfiguren synchronisieren („Hab ich, ‚Der Prinz von Ägypten‘“). Oder eine Produktionsfirma zur Entwicklung frauenfreundlicher Drehbücher gründen („Hab ich“). Oder Kinderbücher schreiben oder sich um Tiere kümmern („Hm“).

40 ist hart in Hollywood. 40 ist überall hart.