Sandra Bullock Ein neuer Lebensabschnitt

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Jung geht nicht ewig: Weil das Bild der frühen Jahre
langsam brüchig wird, tastet sich Sandra Bullock vor in einen neuen Lebensabschnitt. Meike Winnemuth sieht ihr dabei zu
Text: Meike Winnemuth
Sandy und ich, wir waren SO. Wie Schwestern. Sie da oben auf der Leinwand, ich hier unten im Kino, wir hatten eine Menge Spaß. Sie und Meg Ryan und ich – wie war das immer lustig früher, wir hatten diese Wölkchenpyjamas, die zu langen Pulliärmel, buntes Keramikgeschirr, dauernd Schaumbäder mit Kerzen auf dem Badewannenrand, ein gutes Herz, keinerlei Talent für High Heels und mindestens eine zynische beste Freundin mit den deutlich besseren Dialogzeilen.

Dann wurden wir 35 und ich sagte: „Sandy, du musst aufhören, niedlich zu sein, das geht jetzt nicht mehr.“ Sie murmelte irgendwas von Starsein und Rollen-klischees und dass man langweilig sein müsse, wenn man auf Dauer geliebt werden wolle. Ich wandte ein, dass es ein zu hoher Preis sei, dafür lustige Mützen in geschlossenen Räumen zu tragen. Sie aber stolperte weiter durch ihre Filme, bekleckerte sich weiter mit Ketchup, war weiter verbissen unperfekt und drehte fürs gute Gewissen einen Alkoholikerinnen-Film, genau wie Meg Ryan, den niemand sehen wollte, nicht mal Meg Ryan.
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