Sharon StonePosieren und dementieren

Posieren

Das Leben ist ein langer roter Teppich – zur eigenen Premiere oder zur eigenen Profilierung. Wenn man bedenkt, was die Höhepunkte ihrer Karriere waren – jener dessouslose Moment in „Basic Instinct“, der die ganze Welt die Gebrauchsanweisung ihrer Videorecorder hervorkramen ließ (wie ging das noch mal schnell mit der Standbildfunktion?), ein Schuss zwischen die Augen in „Total Recall“ (Arnold Schwarzenegger: „Betrachte das als Scheidung“) und eine Oscar-Nominierung für „Casino“ – weiß man erst ihr wahres Talent zu schätzen.

Ich bin die Größte, scheint sie auf jedem Foto zu sagen und bringt den Rest der Welt dazu, sich ihr anzuschließen.

Dementieren

Nur Anfängerinnen geben zu, dass sie sich die Brüste haben machen lassen, Profis dementieren bis zum letzten Atemzug. Oberstes Gesetz jeder anständigen Diva ist, die Welt rätseln zu lassen. Verantwortlich für Sharon Stones Aussehen mit 48 sind selbstverständlich ausschließlich „die guten irischen Gene“ und Dior-Antifaltencreme (zumindest seit sie dort unter Vertrag steht). Für Dreharbeiten gilt: kein Weichzeichner, kein Bodydouble. Nein, natürlich nicht.