Star-NewsFürst Albert unter Zugzwang

Text: Cornelia Saatzen

In einem kritischen Artikel ruft das französische Magazin VSD die Planungspannen für die Hochzeit von Fürst Albert und Charlene Wittstock in Erinnerung. So wurde das Hochzeitsdatum von zunächst dem 7. und 8 Juli auf den 1. und 2. Juli vorverlegt, weil der Termin mit einer Sitzung des internationalen Olympiakomitees in Durban kollidierte, an der Albert teilnehmen wollte. Und so kann Charlene ihn als Fürstin in ihre Heimat begleiten.

Die Zeremonie wurde von ursprünglich 15 Uhr auf 17 Uhr verlegt, damit die erste Etappe der Tour de France ihnen nicht die Schau stiehlt. Der ursprünglich im Museum für Ozeanografie geplante Ball muss laut VSD in die Oper von Monte Carlo und auf die Terrassen des Kasinos ausgelagert werden. Technische Schwierigkeiten wären ausschlaggebend gewesen: in die Marmortreppen des Museums hätten keine Löcher für den roten Teppich gebohrt werden können, die Vitrinen wären nicht zu verrücken gewesen, um Esstische an ihre Stelle zu stellen. Zweifel hat VSD, ob der Palasthof für die kirchliche Zeremonie wirklich geeignet ist. Genug Platz? Akustik?

In unguter Erinnerung bleiben die Verhandlungen über TV-Übertragungsrechte. In England waren sie frei, die Monegassen wollten 400 000 Euro dafür. Unter dem Druck, dass die Fernsehanstalten das Ereignis womöglich boykottieren würden, gaben sie schließlich nach.
Noch offene Fragen: welche Rolle werden Alberts unehelichen, aber anerkannten Kinder und deren Mütter spielen? Wird Ernst-August als Noch-Ehemann von Caroline eingeladen?

Angesichts des Stresses der Stunde engagierte Protokollchef John Jayet jedenfalls noch zwei zusätzliche erfahrene Hochzeitsplaner.