Stépanie von Monaco und ihre Kinder im Interview „Abgesehen von Glucke, kaum Macken“

 

Stéphanie von Monaco schirmte ihre schönen Töchter Pauline und Camille bislang von der Presse ab. Jetzt sprechen die drei erstmals über ihre innige Beziehung, ihre Väter und ihre Liebe zum Zirkus.
© REUTERS
Fürstliche Zirkusfamilie (v.l.): Camille, Pauline, Stéphanie, Charlène und Albert beim 36. Monte-Carlo-Zirkusfestival
Lange Zeit war Stéphanie von Monacos ungewöhnliche Männerwahl Gesprächsthema Nummer eins in der Presse. Statt Beziehungen zu wohlhabenden, einflussreichen Männern adliger Herkunft zu führen, entschied sich Stéphanie von Monaco dafür jegliche Standesgrenzen zu ignorieren und Beziehungen zu Leibwächtern, Palastgärtnern, Zirkusdirektoren und Artisten zu pflegen.

Aus ihrer Verbindung mit ihrem ehemaligen Ehemann, dem Fischhändler Daniel Ducruet stammen ihr heute 19-jähriger Sohn Louis und ihre 17-jährige Tochter Pauline. Ihre zweite Tochter Camille, heute 13, bekam sie in ihrer Beziehung mit Leibwächter Jean-Raymond Gottlieb.
© REUTERS
Stéphanie von Monaco bei der „Fight Against Aids“-Gala 2011 in Monaco

„Ich wünschte, ich könnte im Zirkuszelt sterben.“

So bunt wie ihre Beziehungen gestaltete Stéphanie auch ihr Leben. Nachdem sie sich in Franco Knie, einen Schweizer Zirkusdirektor verliebte, entschied sie sich gegen ein mondänes Leben im Adelspalast und für ein unstetes Leben beim Zirkus, weshalb aie immer noch als die Rebellin unter den Grimaldis gilt. Da Stéphanie am eigenen Leib erfahren musste, wie groß der Druck ist, wenn man im Fokus der Öffentlichkeit steht, schirmte sie ihre Kinder von der Presse bisher, so gut es ging, ab und zog sie im kleinen Bergdorf Auron groß. Einen ganz intimen Einblick in die Beziehung zu ihren Töchtern und den Vätern ihrer Kinder gab sie jetzt der französischen „Gala“ im Interview, welches die Zeitschrift „Bunte“ veröffentlichte.

Dabei verriet sie, dass die Faszination für Artisten und die große Zirkusbühne nicht von ungefähr kommt: „Mein Vater hat mir die Leidenschaft für den Zirkus vererbt und ich diese wiederum meiner Tochter Pauline. Meine ersten Kindheitserinnerungen sind die großen französischen Zirkusse, die mein Vater (Fürst Rainer von Monaco, Anm. d. Red.) nach Monaco einlud. Er bestand immer darauf, sie selbst zu empfangen. Fast hätte er ihnen beim Aufbau des Zeltes geholfen. Er erzählte mir oft, dass es sein Traum wäre, einen Zirkus zu leiten, wenn er nicht Fürst von Monaco wäre.“

Diese Leidenschaft lebt Stéphanie bis heute weiter, ganz exzessiv: „Ich wünschte, ich könnte im Zirkuszelt sterben, so wie Molière auf der Bühne."
© REUTERS
Stéphanie von Monaco überreicht Vladislav Goncharov den silbernen Clown beim 36. Monte-Carlo-Zirkusfestival.

Pauline hat ebenfalls das Zirkus-Gen

Inzwischen hat die 46-jährige Adlige den Wunsch ihres Vaters ein Stück weit für sich erfüllt und amtiert als Präsidentin des Monte-Carlo-Zirkusfestivals. Und die Familientradition geht weiter: „Du bist mein Mini-Ich“, sagte Stéphanie über ihre Tochter Pauline, die ihre Faszination für die Manege gleichermaßen teilt. Jetzt durfte sie beim 36. Monte-Carlo-Zirkusfestival eine ganz besondere Rolle übernehmen: Sie leitete die Jury des „New-Generation“-Festivals für Künstler unter 20 Jahre.

Über ihre Kindheit im „Circus Knie“ in dem Pauline, Louis und Camille einen Teil ihrer Kindheit verbrachten, berichtete Pauline begeistert: „Ich lebte ein Zigeunerleben, ich konnte ohne die üblichen Einschränkungen kommen und gehen. Ich lebte inmitten von Tieren, im Sägemehl der Manege, sprach einen Mix aus Deutsch, Englisch und Französisch. Dadurch lernte ich eine gewisse Offenheit, eine andere Weltanschauung – und Toleranz. Besser kann man es sich nicht wünschen.“

Auch die 13-jährige Camille hat schon große Pläne für ihre Zukunft: „Mein Ziel ist es, an der französischen Schauspielschule ´Cours Florent´ (Schauspielschule in Paris, Anm. d. Red.) aufgenommen zu werden. Und wenn ich so weitermache, hat Mama mir erzählt, gäbe es da den Plan, dass ich eines Tages das Princess Grace Theater übernehmen könnte.“
© REUTERS
Stéphanie mit ihrer Tochter Pauline bei dem 36. Monte-Carlo-Zirkusfestival

Übermutter Stéphanie

Auch wenn ihre Töchter bei ihren Zukunftsplänen einen eignen Kopf haben, ertappt sich Stéphanie oft dabei überfürsorglich zu sein: „Ich möchte für sie da sein, ohne sie zu sehr zu bemuttern und ständig hinter ihnen her zu sein. Da ich aber nicht das Glück hatte, in ihrem Alter meine Mama an meiner Seite zu haben, kommt es vor, dass ich übertreibe.“

Stéphanie war erst 17 als ihre Mutter Gracia Patricia bei einem Autounfall ums Leben kam. Umso wichtiger ist ihr deshalb der Familienzusammenhalt ihrer Patchwork-Familie: „Meine Kinder sind das Zentrum meiner Existenz, sie teilen alles mit mir. Unsere Liebe ist symbiotisch.“

Auch Pauline und Camille loben ihre Mutter in den höchsten Tönen. So sieht Pauline ihre Mutter „als großes Vorbild“ und Camille schätzt besonders ihr leckeres Essen, jedoch bezeichnen beide ihre Mutter als „Glucke“. Ansonsten habe sie „kaum Macken“.
Auch die Tatsache, dass Pauline und Camille zwei unterschiedliche Väter haben sieht Stèphanie nicht als problematisch: „Meine Kinder wuchsen zwar mit getrennten Eltern auf, aber ich denke, dass sie ausgeglichener sind als normale Kinder von Eltern, die sich nicht mehr lieben, aber zusammenbleiben. (…) Ich habe keine negativen Gefühle für ihre Väter und bedaure nichts. Wie sollte ich auch böse auf sie sein? Sie haben mir die schönsten aller Geschenke gemacht: meine Kinder.“

Fashion & Beauty to go! Jetzt AMICA-iPad-App herunterladen:

Gudrun Weidner  |  21.02.2012, 20:18
Auf was sollten sich die Mädels auch etwas einbild
Ihre Väter waren Otto Normalos. Mehr nicht. Und nicht weniger.
Kommentar schreiben
Name
Überschrift
Ihr Kommentar