Steven Gätjen zu „Fashion Hero“„Claudia Schiffer ist absolute Champions-League“

Text: Deana Mrkaja

 [kein Linktext vorhanden]Entertainer Steven Gätjen begibt sich in die Modewelt: Ab 9. Oktober 2013 moderiert er die neue Prosieben-Show „Fashion Hero“. Dort ist Model Claudia Schiffer gemeinsam mit einem Expertenteam auf der Suche nach talentierten Nachwuchsdesignern. Mit seiner wachsenden Begeisterung für Mode veränderte sich in den letzten Wochen auch die Optik des Moderators: Einst glattrasiert, ist Steven Gätjen aktuell begeisterter Bart-Träger. Im Interview spricht der gebürtige Amerikaner über die neue Mode-Show und Mentorin Claudia Schiffer.

AMICA Online: Ist der vieldiskutierte Bart noch dran?
Steven Gätjen:
Den habe ich ehrlich gesagt noch dran. Obwohl es eigentlich mein Sommer-Look war. Wenn wir Männer nichts zu tun haben, dann bedeutet das, dass wir uns auch nicht rasieren. Ich habe außerdem von vielen Freunden gehört, dass Bart momentan im Trend liegt. Ich glaube, ich lasse ihn jetzt einfach mal stehen.

Als nächstes moderieren Sie Claudia Schiffers neue Mode-Sendung „Fashion Hero“, sind aber Stamm-Moderator bei „Schlag den Raab“ oder Hollywood-Premieren in Berlin. Hand aufs Herz:  Interessieren Sie sich überhaupt für Mode?
Klar, ich bin in einer Branche tätig, in der Mode ein wichtiger Bestandteil ist. Außerdem bin ich eitel. Schließlich will man vor der Kamera gut aussehen. Ich gehe auch gerne Klamotten einkaufen und bin dabei sehr zielstrebig. Mir macht es Spaß mich gut anzuziehen.

Macht denn auch deutsche Mode Spaß?
Total! Ich finde es klasse, wenn man mal darüber nachdenkt, welche Mode aus Deutschland kommt. Wir haben tatsächlich fantastische Designer. Deshalb fand ich es interessant zu sehen, was der Nachwuchs leistet. Es ist toll, dass jemand mit Phantasie und Kreativität etwas kreiert. Zu einigen Designern aus der Show habe ich noch Kontakt, da ich gerne mal etwas von ihnen tragen würde. Männermode zu entwerfen, ist ja sowieso die größere Herausforderung, weil unsere Mode meistens zurückhaltender ist als die der Frauen.

Und wie war die Zusammenarbeit mit Topmodel Claudia Schiffer?
Ich habe Claudia Schiffer vor 15 Jahren interviewt. Als ich klein war, hingen von den damaligen Supermodels Linda Evangelista, Naomi Campbell oder Cindy Crawford Poster bei mir im Zimmer. Claudia zu treffen, war  aufregend. Im Verhältnis zu vielen anderen deutschen Models gehört sie einfach zur absoluten Champions-League. Sie ist das größte und erfolgreichste deutsche Model aller Zeiten. Und davor habe ich Respekt. [kein Linktext vorhanden]

Wie sieht es aus mit Diva-Allüren?
Keine Spur. Ich mag sie wirklich total gerne, weil sie einfach klasse ist. Außerdem hat sie eine sehr offene, freundliche und unkomplizierte Art.

Apropos unkompliziert, finden Sie Gespräche mit Stars noch schwierig?
Manchmal schon, ja, aber mittlerweile habe ich das nötige Selbstbewusstsein und die Erfahrung, um solche Situationen zu meistern. Ich suche immer ein interessantes Gespräch und nicht eine Lücke, um jemanden bloßzustellen oder zu verletzen. Die Herausforderung wartet für mich am roten Teppich, da ich meistens nur die Möglichkeit habe, zwei oder drei Fragen zu stellen. Aber ich muss sagen, ich habe einfach einen geilen Job.

Wenn Sie sich irgendwann doch aus der Öffentlichkeit zurückziehen, können wir dann eine Restaurant-Eröffnung in Hamburg erwarten?
Das Restaurant in New York war eine Schnapsidee von einem sehr guten Freund und mir. Mittlerweile sind wir dort ausgestiegen. Aber ich mache mit diesem Freund und ein paar anderen Leuten eine Art Clubnacht in einem anderen Restaurant in New York und da sind wir momentan im Organisationsstress. Ich persönlich habe größten Respekt vor der Gastronomie. Ich kann mir vieles vorstellen, wenn ich dann nicht mehr vor der Kamera stehe. Es gibt eine Bandbreite an Möglichkeiten. Vielleicht mache ich etwas völlig anderes. Ich habe mal einen Confiserie-Kurs gemacht, um herauszufinden, ob ich wirklich Talent dafür habe. Ich lasse mich einfach vom Leben begeistern.