Stil-Ikonen Und immer lockt Brigitte Bardot
Sie schockierte durch ihre Freizügigkeit, machte die Männer mit Schmollmund verrückt und tat was sie wollte: Brigitte Bardot steht für Sex und Frauenbefreiung.
Text: Veronika Schaller
© Schwarzkopf & Schwarzkopf Verlag 2009
Ihre Initialien „BB“ sind im Jahr 2009, zu ihrem 75. Geburtstag, noch immer ein Symbol für Sex und Sinnlichkeit. „BB“, so taufte die Boulevard-Presse sie. Im Französischen bébé ausgesprochen, bedeutet es auch Baby.
Und genau diese Mischung aus Vollweib und Kindfrau ist Brigitte Bardots Erfolgsrezept. Eine natürlich-naive Ausstrahlung, große Augen und Schmollmund, gepaart mit laszivem Blick und großem Busen verhelfen der Schauspielerin und Sängerin zu Welterfolg.
Die Liebe fördert die Karriere
Als Cover-Model für die Zeitschrift Elle macht Brigitte Bardot mit nur 16 Jahren erste Schritte in Richtung Berühmtheit und die Männer auf sich aufmerksam. Dem 21-jährigen Regisseur Roger Vadim gelingt es, ihre Liebe zu gewinnen. Als Brigitte volljährig ist, heiratet sie ihn und beginnt auch ihre Filmkarriere.Nach sehr freizügigen Anfängen, sorgt Roger Vadim 1956 für den Durchbruch der jungen Schauspielerin. In „Und immer lockt das Weib“ spielt Brigitte Bardot ein adoptiertes Mädchen, dem alle Männer im Dorf verfallen und wird damit zum Inbegriff weiblicher Schönheit. In Frankreich floppte der Film zwar, in den USA aber feiert er Überraschungserfolge.
© Schwarzkopf & Schwarzkopf Verlag 2009
Gunter Sachs und Brigitte Bardot im Juli 1966 auf dem Los Angeles International Airport
Männer und andere Geschichten
Während des Drehs verliebt sich Brigitte Bardot in Jean-Louis Trintingnant und damit geht ihre Ehe in die Brüche. Später heiratet sie den Schauspieler Jacques Charrier, aber auch diese Liaison hält nicht lange. Selbst zu ihrem gemeinsamen Kind verspürt sie keine Bindung. „Ich wollte Nicolas, meinen Sohn, nicht sehen“, sagte sie. Er wächst bei seinem Vater auf.Dann tritt der deutsche Industrielle und Playboy Gunter Sachs in ihr Leben. Beim Heiratsantrag lässt er eine Tonne roter Rosen auf ihr Grundstück in Südfrankreich regnen und Brigitte Bardot sagt zum dritten Mal „ja“.
Aber bald wird ihr das Leben der Reichen in Saint Tropez und die ständige Präsenz der Papparazzi zu viel. Sie stürzt sich in eine Affäre mit dem Komponisten Serge Gainsbourg und fängt mit dem Singen an.
Das Ende des Ruhms
Mit 38-Jahren, ebenso vielen Filmen und zwanzig Jahren im Filmgeschäft, verkündet Brigitte Bardot ihren Ausstieg und verschwindet urplötzlich aus der Öffentlichkeit. In der Folgezeit setzt sie sich für den Tierschutz ein, aber auch für die rechtsextreme Partei Jean-Marie Le Pens und ist mit einem seiner Genossen verheiratet. Seitdem hetzt sie gegen Ausländer, Obdachlose und Schwule. Diese neue Brigitte Bardot will niemand mehr verehren. Viel lieber erinnert man sich an die erotische Ikone des französischen Kinos so wie ein neuer Bildband (siehe unten) sie auf 200 Fotos zeigt.Warum sie zu dieser Ikone geworden ist, schätzt sie selbst so ein: „Ich denke, dass ich zur rechten Zeit aufgetaucht und wieder verschwunden bin. Meine wilde Seite hat einige verstört und andere befreit."
Titel: Brigitte Bardot – Hollywood Collection. Eine Hommage in Fotografien
Herausgeber: Edward Sczesnak
Autor: Manfred Hobsch
Verlag: Schwarzkopf & Schwarzkopf, Berlin 2009
Preis: 29,90 Euro
Herausgeber: Edward Sczesnak
Autor: Manfred Hobsch
Verlag: Schwarzkopf & Schwarzkopf, Berlin 2009
Preis: 29,90 Euro










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