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British supermodel Kate Moss poses in a creation from Cavalli's spring/summer collection in Ibiza in this handout photo
Kate Moss posiert für Cavalli
Kate Moss nach Kur aus Klinik entlassen
File photo of British supermodel Kate Moss posing for photographers on her arrival for the premiere of the movie 'A.I. Artificial Intelligence' in New York
File photo of British supermodel Kate Moss arriving for the 'Black' charity auction and fashion show at Earl's Court in London

Sie hat fast drei Jahrzehnte als eines der berühmtesten Models der Welt überlebt und so ziemlich jeder renommierten Marke ihr Gesicht geliehen. Und das, obwohl sie krumme Beine und schiefe Zähne hat und, genau besehen, keine typische Schönheit ist.

Kate Moss ist das kleinste (1,68 m) und coolste aller Models. Mit der Calvin-Klein-Kampagne von 1990, nach der jeder wusste, wer Kate Moss ist, setzte sie prompt einen Trend: Die „Waifs“ mit „Heroin Chic“ waren da, dünn, kindlich, ein bisschen ungesund. Seither hält sie sich trotz Drogen-Affären und Krisen eisern ganz oben.

Weil sie noch bei minus 15 Grad im dünnen Hemdchen lächelt und keine Wutanfälle bekommt. Dass sie nicht immer pünktlich erscheint, was soll’s – die anderen sind meistens noch unpünktlicher. Aber der wahre Grund für den Erfolg von Kate Moss ist ein anderer. Sie hat etwas Weiches, etwas Besonderes. Einen eigenen Stil. Kein anderes Model zieht sich so gut an.

Sie liebt Mode, hohe Absätze und Diamanten, mischt Designer mit Secondhand und erfindet Trends, weil sie immer wieder mit neuen Einfällen überrascht. „Sie sind ja auch ziemlich revolutionär“, meinte Fidel Castro kollegial, als er Moss 1998 kennen lernte. „Vielleicht, weil ich auch klein bin“, konterte sie. Revoluzzer unter sich.

Irgendwann trank sie bis zum Umfallen, ließ keine Droge aus und hatte ihren Job satt. „Ich sehe mich selber gar nicht mehr“, meinte sie. „Ich sehe nur noch das Abbild eines Produktes, das jemand verkaufen will. Wie traurig.“ Sie ging auf Entzug, bekam ihre Tochter, füllte die Leere mit Männern und blieb eine feste Instanz in der Modewelt. Und auch nach dem letzen Eklat, als sie beim Drogenkonsum gefilmt wurde, machte sie einen Entzug und erobert nun langsam alle Aufträge zurück: Kate Moss steht immer wieder auf, wie Phoenix aus der Asche, und riecht dabei nicht einmal nach Rauch.