Tatjana PatitzMager-Models? Nein danke!

© Phillip Dixon

Was halten Sie vom Mager-Trend, den Leute wie Rachel Zoe propagieren?

Wer ist Rachel Zoe?

Hollywoods Über-Stylistin. Sie hat Nicole Richie erschaffen.

Ich habe ehrlich keine Ahnung, was in Hollywood so abgeht. Ich war noch nicht mal bei „Koi“, diesem Celebrity-Restaurant.

Wie hat sich das Business verändert?

Mir kommt es heute im Vergleich zu früher vor wie Fastfood gegen Haute Cuisine. Es gibt immer mehr von allem: Models, Fotografen, Visagisten. Aber sie sind auch immer schneller weg vom Fenster. Künstlerische Beziehungen zwischen Models und Fotografen können sich so nicht entwickeln. Ich bedaure das, aber es betrifft mich nicht, Gott sei Dank.

Im Vergleich zur neuen Modelgeneration waren Sie geradezu üppig.

Ich finde diese kleinen Mädchen, diese neuen Models, die 1,80 Meter groß sind wie ich und dabei 45 Kilo wiegen, furchtbar. Das war zu meinen Zeiten noch nicht so extrem. Klar mussten wir auf unsere Figur achten, aber wir sahen immer noch aus wie Frauen. Nicht wie Zwölfjährige.

Mussten Sie je Kalorien zählen?

Ganz am Anfang meiner Modelkarriere. Wie die meisten 17-Jährigen war ich ein bisschen plump.

Nicht wie die Teenagermodels von heute.

Die hungern. Schon damals aßen manche Kleenex, um sich den Magen zu füllen. Arme Mädchen.

Hätten Sie gern noch mehr Kinder?

Ja und nein. Auf jeden Fall nicht allein. Jonah ist jetzt drei. Wenn der Altersunterschied zu groß wird, dann hat man zwei Einzelkinder. Vier Jahre auseinander ginge noch. Aber dann müsste ich morgen jemand treffen.

Wo könnte das sein?

Keine Ahnung. (lacht) An der Tankstelle?