Plakat-Kampagne Gegen Gewalt an der Frau
Täglich werden weltweit die Menschenrechte von Frauen verletzt. Die Organisation Terres des Femmes macht mit einer Plakat-Aktion dagegen mobil.
Täglich werden weltweit die Menschenrechte von Frauen verletzt. Um eine breite Öffentlichkeit für dieses Thema zu sensibilisieren, hat die Organisation Terres des Femmes anlässlich des Weltfrauentags die Kampagne „Gewalt gegen Frauen ist Alltag“ gestartet. Prominente wie die Schauspielerinnen Sibele Kekilli (siehe Bild) und Nina Hoss unterstützen die Aktion.Mit der Plakat- und Anzeigenkampagne möchte die Frauenrechtsorganisation Terres des Femmes die Sorgen und Nöte von misshandelten Frauen bundesweit öffentlich machen. Auch sollen Spendengelder gesammelt werden, die den Betroffenen zugute kommen. Die von der Werbeagentur Heymann Schnell umgesetzte Aktion behandelt wichtige Themen wie häusliche Gewalt, Eheverbrechen, Genitalverstümmelung, Verschleppung, Zwangsprostitution und Steinigung.
Gleichzeitig soll der Öffentlichkeit vermittelt werden, dass Gewalt gegen Frauen ein weit verbreitetes Problem ist, in Deutschland, Europa und auf der ganzen Welt. „Gewalt gegen Frauen, das ist die Ohrfeige in deutschen Wohnzimmern, aber auch die Genitalverstümmelung an Frauen in Afrika“, sagt René Heymann, Agenturchef von Heymann Schnell.
Zusammen mit Terres des Femmes hat seine Agentur ein Werbekonzept entwickelt, das bewusst auf aggressive und provozierende Schock-Darstellungen verzichtet. Die Kampagne funktioniert auf subtilere Weise. Sie lässt das Entsetzen im Kopf des Betrachters entstehen und soll so zum Nachdenken anregen. Die Schauspielerin Nina Hoss sagte in einer Pressekonferenz: Für mich ist die Genitalverstümmelung Folter und eines der schlimmsten Verbrechen, die im Namen der sogenannten Ehre auf dieser Erde geschieht.
Die durch den Film Gegen die Wand bekannt gewordene Türkin Sibel Kekilli verwies außerdem darauf, dass laut einem UN-Bericht 5000 Frauen im Namen der Ehre weltweit ermordet wurden. Die Dunkelziffer sei wahrscheinlich viel höher.










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