Operation Erfolg Katherine Heigl

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Eine Rolle in der Krankenhausserie „Grey´s Anatomy“ ist das beste Karriererezept. Neueste Klinikabgänge in Richtung Superstar-Status: Katherine Heigl und Kate Walsh.
Text: Brigitte Steinmetz
Sie hat das Virus. Katherine Heigl inhaliert am Fenster einer Hotelsuite in Beverly Hills und zeigt alle Symptome einer fortgeschrittenen Infektion: Schuhe: Louboutin. Kleid: Temperley. Haare à la Marilyn. Lippen: feuerwehrrot. Klarer Fall von Hollywood-Diva. Fehlt nur noch die Zigarettenspitze und die 29-Jährige könnte einem Billy-
Wilder-Film entstiegen sein. Doch Heigl pafft fröhlich eine gewöhnliche Zigarette und sagt: „Wissen Sie eigentlich, wie viele Ärzte rauchen? Es ist das bestgehütete Geheimnis der Branche.“

Mrs Heigl kennt sich aus. Seit 2005 residiert sie als angehende Ärztin Isobel „Izzy“ Stevens im wahrscheinlich unanständigsten Krankenhaus der Welt: dem Seattle Grace Hospital, Schauplatz der Serie „Grey’s Anatomy“ und Suchtklinik für 24 Millionen Zuschauer wöchentlich in den USA (bei uns liegt die Rate bei 2,4 Millionen). Das Grace ist außerdem Brutstätte eines Erregers, gegen den keiner aus der Belegschaft immun scheint: Weltruhm. Erfreuliche Nebenwirkungen: Unmengen von Film- und Fernsehangeboten, Fanpost und Darstellerpreisen. „Grey’s Anatomy“ ist nicht nur „eine Art Highschool-Drama mit Skalpell“, wie seine Schöpferin Shonda Rhimes flapsig meint. Es ist eine Starmaschine.
Das gewisse Etwas

Katherine Heigl steht seit 17 Jahren vor der Kamera. Sie war Kindermodel, Werbegirl und hat in Filmklassikern wie „Bride of Chucky“ mitgespielt. Schon damals hatte sie mit Sicherheit das gewisse Etwas, um Kultstatus zu erlangen. Doch erst als Dr. Izzy zickte sie sich so richtig in die Herzen der Zuschauer. Danach genügte eine kurze Serienpause, in der sie die sensationell erfolgreiche Komödie „Beim ersten Mal“ drehte – und seit der Premiere vor einem halben Jahr wird Katherine Heigl als neue Meg Ryan, wenn nicht gar als Julia Roberts’ würdige Nachfolgerin gefeiert.

Endlich eine Romantic-Comedy-Heldin, die das Versprechen einlöst, das „Friends“-Darling Jennifer Aniston nicht halten konnte: die Liebe des Fernsehpublikums ins große Kino hinüberzuretten. „Die Kamera hat sie zum Fressen gern“, schwärmt Regisseurin Anne Fletcher, die Heigl prompt die Hauptrolle in ihrer Hochzeitskomödie „27 Dresses“ (ab 14. Februar im Kino) gab. Stimmt, aber wieso fiel das erst so spät auf?
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Katherine Heigl
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