Charlize Theron Die Chamäleondame

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Sie wurde zur „Sexiest Woman alive“ gekürt – und zeigt in Filmen konstant Mut zur Hässlichkeit. Charlize Theron über Glamour, Ehrlichkeit und Fluchten in die Schweiz
Text: Mariam Schaghaghi
Charlize Theron könnte es mit jedem Chamäleon aufnehmen. Im letzten Jahr wurde sie zur „Sexiest Woman alive“ gekürt. Doch davon ist in ihrer neuen Rolle wenig zu spüren. In Paul Haggis’ Politthriller „Im Tal von Elah“, der gerade in die Kinos gekommen ist, spielt sie sehr überzeugend eine mausgraue Ermittlerin und alleinerziehende Mutter.

AMICA: Mit glamourösen Rollen scheinen Sie es nicht so zu haben. In „Monster“ waren Sie eine abgewrackte Prostituierte, in „Kaltes Land“ eine Bergarbeiterin und in Ihrem neuen Film sind Sie als eher unscheinbare Polizistin zu sehen.

CHARLIZE THERON: Der Glamour-Faktor steht ganz unten auf meiner Wunschliste. Immerhin habe ich in „The Life and Death of Peter Sellers“ Britt Ekland verkörpert, eine der schönsten Frauen unserer Zeit. Aber nennen Sie mir eine gute und zugleich glamouröse Rolle in einem wichtigen Film der letzten zehn Jahre. Wenn ich auf eine glanzvolle Rolle warten würde, hätte ich wahrscheinlich nie Arbeit!

„Im Tal von Elah“ erzählt von den Folgen des Kriegs im Irak. Sind Sie für oder gegen den Einsatz der US-Truppen?

Ich hielt ihn von Anfang an für falsch. Aber es bringt nichts, weiter darüber zu debattieren. Wir sind jetzt dort. Es geht also darum, uns mit den Konsequenzen auseinanderzusetzen und mit der Frage, wie wir mit unseren Soldaten auf verantwortungsvolle Weise umgehen.
Als gebürtige Südafrikanerin sprechen Sie von „unseren Soldaten“. Fühlen Sie sich mittlerweile als Amerikanerin?

Mein halbes Leben habe ich in Südafrika verbracht, die andere Hälfte in den USA. Ich habe die doppelte Staatsbürgerschaft. Daher ist die Antwort: Ja.

Demnächst sind Sie in einem weiteren Politkrimi zu sehen. „Battle in Seattle“ spielt im Jahr 1999. Damals kam es zu gewalttätigen Protesten von Globalisierungsgegnern gegen die Welthandelsorganisation WTO. Wie stehen Sie zu dem Konflikt?

Mein Heimatkontinent hat mit einer riesigen Seuche zu kämpfen: Aids. Wenn die WTO den fairen Handel mit Medikamenten in einem Land unterbindet, in dem Leute sterben, dann spricht mich das persönlich an.
Amelie  |  04.04.2008, 15:20
Toll!
Sie könnte auch einen Kartoffel-Sack anziehen und würde immer noch ganz groß sein.
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