Alexandra Maria Lara Ticket to Hollywood
Sie drehte mit Coppola, war in der Jury von Cannes; sie ist die deutsche Überfliegerin: Alexandra Maria Lara. Im Gespräch mit AMICA ging es um große Momente, rote Teppiche, kleine Krisen … und den geheimnisvollen Mr Riley.
Text: Antje Wewer
© AP
Vor den Aufnahmen in Kleidern des Berliner Designers Guido Maria Kretschmer zündet sie sich noch schnell eine Zigarette an und trinkt in großen Schlucken Cola (keine light). Starallüren? Fehlanzeige! Freundlich? Sehr! Doch die junge Frau, die später im bodenlangen Abendkleid mit der Kamera flirtet, ist nicht mehr „die Alex“. Im Sekundentakt des Blitzlichts hat sie sich in „la Lara“ verwandelt. AMICA: Sie kommen gerade aus Cannes zurück, wo sie Mitglied der Festivaljury waren. Wie viele Outfits für den roten Teppich hatten Sie dabei?
Alexandra Maria Lara: Angereist bin ich mit einem riesigen Koffer, der 28 Kilo wog! So viele Kleider hatte ich noch nie im Gepäck. Und trotzdem wusste ich nicht, was ich zur Eröffnung anziehen sollte. Wie in Cannes üblich haben mir diverse Designer leihweise eine Auswahl ihrer Outfits ins Hotel geschickt. Am ersten und letzten Abend habe ich dann kurzentschlossen Roben von Elie Saab getragen.
Was geht Ihnen kurz vor einem Red-Carpet-Auftritt durch den Kopf?
Alles, was ich mir vornehme – gerader Rücken, entspanntes Lächeln, sich nicht von den Fotografen beirren lassen – vergesse ich sofort, wenn es losgeht. In Cannes macht der Gang auf dem roten Teppich richtig Spaß, weil dort laute Musik gespielt wird. Ansonsten gilt: nur etwas anziehen, in dem ich mich hundertprozentig wohlfühle. Das war der glamouröse Teil des Jobs, der in Wahrheit gar nicht so groß ist. Die meiste Zeit saß ich in Jeans und T-Shirt in einem dunklen Kinosaal.
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