Angelina Jolie Mami Cool
Kuscheln mit Brad Pitt und den sechs Kindern, Killereinsätze im Kino – Angelina Jolie erzählt über ihre Liebe zu Extremen und warum Sex in der Schwangerschaft am meisten Spaß macht
Text: Dave Karger
© Getty Images
Beim Interview im „Grand-Hôtel du Cap-Ferrat“ trägt die 33-Jährige eine Kette mit goldenem Maschinenpistolen-Anhänger. „Hat mir Brad geschenkt“, erklärt sie. Die Vorlage stammt von ihrem Adoptivsohn Maddox. „Er ist zurzeit ganz fasziniert von Waffen. Zum Muttertag hat er mir diese Maschinenpistole gezeichnet.“ AMICA: Warum wollten Sie unbedingt eine Auftragskillerin spielen?
Angelina Jolie: Das lag an meiner persönlichen Situation. Ich hatte gerade den Film „Ein mutiger Weg“ gedreht, der mich emotional sehr gefordert hatte. Kurz zuvor starb meine Mutter
(die Schauspielerin Marcheline Bertrand – Anm. d. Red.) und meine Tochter Shiloh war gerade auf die Welt gekommen. Ich fühlte mich sehr verletzlich und wusste, was mir aus meinem Tief hilft: Aggressionen loswerden und richtig aus mir herausgehen. Brad hat mich darin bestärkt, die Rolle anzunehmen.
Es fällt ein bisschen schwer, diese wild um sich schießende Frau auf der Leinwand mit Ihrem Einsatz als Botschafterin des UN-Flüchtlingshilfswerks in Einklang zu bringen …
Ich bin der Ansicht, dass es ohne Gerechtigkeit keinen Frieden geben kann. Deshalb verfolge ich sehr aufmerksam, was am Internationalen Gerichtshof passiert. Eine weiße Flagge zu schwenken und „Nun vertragt euch wieder“ zu säuseln genügt mir nicht. Leute, die Gräueltaten begehen, müssen sich dafür verantworten. „Wanted“ ist in erster Linie ein Actionthriller, das sollte man nicht vergessen. Aber er wirft auch interessante Fragen auf. Etwa: Wenn man gewusst hätte, welche Verbrechen Hitler später einmal begehen würde, hätte man ihn dann vorher getötet?
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