Meg Ryan Welcome back, Meg!
Manche Rollen wird man nie los. Selbst 20 Jahre und 24 Filme später wird Meg Ryan immer noch auf ihren legendären vorgetäuschten Orgasmus in „Harry und Sally“ angesprochen. Die 46-Jährige trägt es mit Fassung. „Das Publikum will mich anscheinend nur in romantischen Komödien sehen“, sagt sie verschmitzt.
Text: Nadine Sieger
© Constantin Film
© Constantin Film
Meg Ryan: Auf jeden Fall. Die Scheidung war ein Wendepunkt in meinem Leben. Damals wollte ich es immer allen recht machen und fühlte mich irgendwann total zerrissen. Inzwischen weiß ich, dass man bei Beziehungsproblemen erst einmal in sich selbst hineinhorchen sollte. Aber dazu musste ich überhaupt herausfinden, wer ich eigentlich bin und was ich wirklich vom Leben will.
Was haben Sie in dieser Zeit gelernt?
Zum Glück bin ich nach einer langen traumatischen Phase wieder aufgewacht. Manchmal ist Leid ein großer Lehrer. Ich habe herausgefunden, dass Verzeihen unglaublich befreiend sein kann. Man tut sich selbst und anderen einen Gefallen. Wer vergibt, kann die Wut und die ständigen Auseinandersetzungen hinter sich lassen, die einen nur unglücklich machen. Auch sich selbst verzeihen zu können ist unglaublich wichtig. Ich arbeite daran!
Glauben Sie noch an die große Liebe?
Und wie! Selbst wenn die Statistiken haarsträubend sind. Männer und Frauen betrügen sich jeden Tag und überall. Aber ein Leben ohne Liebe ist für mich unvorstellbar. Vielleicht bin ich verrückt, aber ich glaube immer noch fest daran, dass monogame Beziehungen möglich sind.
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