Olga KurylenkoOlga boxt sich durch

Text: Andrea Daschner
© Sony Pictures

AMICA: Ist es Ihnen sehr schwer gefallen, vor der Kamera so hart auszuteilen?

OLGA KURYLENKO: Na ja, das habe ich für meine Rolle schließlich lange trainiert. Ich musste lernen, wie man richtig zuschlägt, wie man eine Pistole auseinandernimmt und wieder zusammensetzt. Und natürlich, wie man damit schießt. Für die Stunts kamen noch Fallschirmspringen und Kickboxen hinzu. Da hatte es meine Vorgängerin Eva Green in „Casino Royale“ schon leichter. Sie musste nur gut aussehen.

Trotzdem klingen Sie so, als ob Sie Geschmack am Männer fertigmachen gefunden haben. Wie sieht es denn mit Ihren Verführungskünsten aus?

Sie meinen, was James Bond betrifft? Am Anfang verstehen wir uns überhaupt nicht. Doch schließlich erkennen wir, dass wir eigentlich die gleichen Interessen verfolgen …

Prinzen, Promis und ein Bond

… und landen dann gemeinsam im Bett.

Abwarten! Nur so viel: In „Related content“ spiele ich eine starke Frau, die ein Ziel verfolgt – Rache. Mit Männern hat meine Filmfigur nicht viel im Sinn. Und wenn sie jemanden verführt, dann nur, weil es ihren Plänen dient.

In einem Interview haben Sie gesagt, dass Sie sensible Männer mögen, die lieber Gedichte schreiben als von PS-starken Autos zu schwärmen. Dann dürfte James Bond für Sie eher ein Anti-Typ sein?

Irrtum! So festgelegt bin ich nun auch wieder nicht. Übrigens finde ich Daniel in der Rolle richtig gut. Er ist stark und kompromisslos. Man nimmt ihm den stahlharten Agenten ab. Frühere Bonds sehen neben ihm fast schon wie Softies aus. Außerdem wirkt sein Look sehr modern.

Wann haben Sie eigentlich Ihren ersten Bond-Film gesehen?

Das muss vor zwölf Jahren gewesen sein, als ich nach Paris gezogen bin. Damals war ich ständig im Kino zu finden. Ich hatte einen riesigen Nachholbedarf, was westliche Filme anging.

Hat es Sie als Ukrainerin nicht gestört, dass in den alten Thrillern die Schurken meist aus Russland oder Osteuropa kamen?

Manche Vorurteile halten sich hartnäckig. Zum Beispiel glauben viele Leute, ich sei kalt und distanziert. Dabei bin ich ein sehr warmherziger Mensch. Keine Ahnung, warum man so eine komische Meinung von Ukrainerinnen und Russinnen hat.

„Ein Quantum Trost“ ist bereits Ihr achter Film. Haben Sie trotzdem Angst, nur als Bond-Girl in Erinnerung zu bleiben?

Die 007-Filme haben Kultstatus. Deswegen gibt es schlimmere Schicksale, als ewig mit dem Etikett „Bondgirls - Sexy Agentenfrauen“ herumzulaufen. Übrigens bekam ich die Zusage für diese Rolle an Heiligabend. Das war das beste Weihnachtsgeschenk meines Lebens!

Das komplette Interview mit dem toughen Bondgirl finden Sie in der November-Ausgabe der AMICA.

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