Scarlett Johansson Die Übersinnliche

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In ihrem neuen Film „The Spirit“ darf Scarlett Johansson mal so richtig böse sein. Beim Interview zeigt sich der blonde Star und bekennenden Obama-Fan schlau und verliebt – mal abgesehen von ein paar Spitzen gegen dürre Frauen und dumme Banker.
Text: Iris Wöhrle
© Sony Pictures
Ganz in Grau, hochgeschlossen und barfuß sitzt Scarlett Johansson auf dem Sessel einer Berliner Hotelsuite und zickt ihren Agenten an. Warm sei ihr, Hunger habe sie, außerdem sei der Artikel Blödsinn, den sie gerade über ihren Style gelesen habe. Doch der Anflug divenhaften Verhaltens währt nur Sekunden. Einen Wimpernschlag später ist sie wieder Medienprofi, mit ihrem typischen Schlafzimmerblick und ihrer wunderbar rauen Stimme.
© Sony Pictures
AMICA: In der Comic-Verfilmung „The Spirit“ sind Sie als eiskalte Sekretärin an der Seite von Samuel L. Jackson zu sehen. Er spielt einen Bösewicht mit übernatürlichen Fähigkeiten. Hätten Sie manchmal auch gern Superkräfte?

Scarlett Johansson: Am liebsten würde ich die Zeit anhalten können. Sich ab und zu für eine Stunde oder mehr davonstehlen, fände ich traumhaft. Mich irgendwohin zu beamen, wäre auch ziemlich cool. Einfach mit den Fingern schnippen und schon wäre ich mit einem Cocktail in der Hand am Strand von Kapstadt. Das hieße, nie mehr Jetlag und keine unnötigen Kosten mehr für Privatjets oder First-Class-Tickets …

In „The Spirit“ sind Sie brünett. Was halten Sie von dem Vorurteil, Blondinen hätten mehr Spaß?

Jeder hat so viel Spaß, wie er haben will – unabhängig von der Haarfarbe. Allerdings werden Blondinen oft mit Sinnlichkeit in Verbindung gebracht. Schließlich waren die meisten Pin-up-Girls der 50er-Jahre blond.
© AP
Ihr Filmkostüm besteht aus Overknee-Stiefeln von Christian Louboutin, Hotpants und viel Dekolleté. Nervt Sie Ihr sexy Image manchmal?

Überhaupt nicht. Ich habe Busen, Beine und einen runden Hintern, deshalb bin ich wie geschaffen für sexy Rollen. Die anderen Frauen in der Filmbranche sind doch eher dünn.

Allerdings mussten Sie dieses Mal mit Eva Mendes konkurrieren …

Konkurrenz? Quatsch! Wir haben ständig Witze gerissen, wer den größeren Hintern hat. Ich war froh, endlich mal einer Kollegin zu begegnen, die ab und zu etwas isst.
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