Stephen Jones Hats: Eine Anthologie

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Hüte ganz groß. Was passiert, wenn einer der weltweit führenden Hutdesigner für das Victoria and Albert Museum in London eine Ausstellung konzipiert?
Text: Anke Sörensen
© Justinephotography
Stephen Jones ist nicht irgendein Hutdesigner. Nein, er hat den britischen Hüten in den Achtzigern zum Revival verholfen. Plötzlich trug das Empire wieder Hut, von Boy George bis zu Prinzessin Julia. Seine gewagten Kreationen und außergewöhnlichen Materialien setzen in der Hutmode stets neue Maßstäbe.

Heute arbeitet er mit führenden Modedesignern wie Rei Kawakubo von Comme des Garcons und John Galliano für Christian Dior. Letzterer lobt seinen Freund im Vorwort des Ausstellungskatalogs mit warmen Worten: „He is the frosting to any collection he touches.“ – Er setzt jeder Kollektion das Sahnehäubchen auf.
Wohlbehütet
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Mehr als 300 Hüte zeigt die Ausstellung und umfasst dabei einen Zeitraum von 600 v. Chr. bis in die Gegenwart, von einer altägyptischen Anubis-Maske bis hin zu zeitgenössischen Hutkreationen von Stephen Jones und anderen.

Gemeinsam mit der Kuratorin für Mode und Textilien Oriole Cullen verbrachte Jones zwei Jahre damit, die Schränke, Lager und Archive des Museums und weiterer Sammlungen zu erforschen. Schon mit der Recherche erfüllte er sich einen Traum.

Neben Kleinoden wie der 5 cm großen Weihnachtsbaumdekoration eines Stetsons aus den 40er Jahren im Museumsarchiv entdeckten beide in Bath das Original des Glockenhuts von Dior aus dem Jahr 1949, der Jones zu einem eigenen Entwurf inspiriert hat. Im Filmarchiv der Warner Bros´ in Hollywood tief unten in einem Karton fanden sie schließlich sogar den Strohhut der Eliza Doolittle, den Audrey Hepburn in „My Fair Lady“ trug.
© Justinephotography
Gewohnt exzentrisch ging Stephen Jones an die Auswahl der Hüte. Ein aufregender Schnitt, spektakuläre Details, eine faszinierende Herkunft oder auch Design, das Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft verbindet waren die Kriterien, nach denen der Meister seine ganz persönliche Auswahl traf. Einige Exemplare kamen auch aus einer Laune heraus hinzu. Denn keineswegs will Jones mit dröger Chronologie langweilen, ihm geht es viel mehr um die Magie, die der Kopfbedeckung innewohnt.

„This is the magical power of a hat – its ability to reflect the character of individuals but also transform them into someone else."
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Hats: Eine Anthologie
hatlove  |  10.04.2009, 19:46
hats
Hats- lebendige Schattenbilder die Empfindsamkeit spiegeln
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