Oscar 2009 Die Kleider der Stars

 

Anne Hathaway in Armani Privé, Kate Winslet in Yves Saint Laurent und Amy Adams in Carolina Herrera: Die Oscar-Verleihung war erneut der größte Laufsteg der Welt. AMICA Online war dabei.
Text: Markus Weiß
© Reuters
Kate Winslet hält freudestrahlend den frisch gewonnenen Oscar in den Händen. Fünf Mal war die Britin nominiert, dieses Mal hat es endlich geklappt.
Schon immer ist der Oscar nicht nur eine Bühne für die Stars, er ist auch in jedem Jahr ein Laufsteg für die internationalen Designer. Der Italiener Valentino Garavani begnügte sich nicht damit, bei den Academy Awards nur Stars in seinen Kreationen über die rote Stoffbahn zu schicken – er reiste kurzerhand hinterher. Im Interview gestand er, dass er ein Auge auf die Konkurrenz werfen wollte.
Tops und Flops
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Zu sehen hatte er da so einiges. Topmodel-Mama Heidi Klum beispielsweise kam in Begleitung von Frauenschwarm Seal, schaffte es aber in der feuerroten Roland Mouret-Robe, mindestens genauso viel Aufmerksamkeit wie ihr Ehemann zu kriegen. Der hohe Schlitz an der Seite dürfte da sicher etwas geholfen haben.

Auch Amy Adams, die für ihr Mitwirken im Drama „Doubt“ nominiert war, entschloss sich für die Signalfarbe. In einer Kreation von Carolina Herrera musste sie die Verleihung trotzdem mit leeren Händen verlassen. Den Preis in der Kategorie „Beste Nebendarstellerin“ erhielt Penelope Cruz in einer wunderschönen Vintage-Robe von Balmain. Ob ein sechzig Jahre alter Klassiker wie ihn Penelope trug den 81-jährigen Oscar überzeugt hat?

Silber beim Goldjungen

Neben dem klassischen Rot und Schwarz war dieses Jahr besonders viel Silber auf dem roten Teppich zu sehen. Marisa Tomei erschien in einem Meerjungfrauen-Kleid von Versace, das zu den Highlights des Abends gehörte. Noch schöner sah eigentlich nur Anne Hathaway in ihrer Armani Privé-Kreation aus. Wenngleich der Bride Wars-Star leer ausging – für das Outfit hätte sie den Oscar in der Kategorie beste Robe wirklich verdient.
Bewegende Momente
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So mancher Hollywood-Star setzte bei der Verleihung ganz auf Minimalismus. Das Auffälligste an Angelina Jolies Ensemble war definitiv der Schmuck. Sie kombinierte das zurückhaltende schwarze Elie Saab-Bustierkleid mit großem grünen Klunkern. Selbst wenn ihr das Lachen kurzzeitig vergangen wäre, als Kate Winslet den Oscar in der Kategorie „Beste Hauptdarstellerin“ erhielt – der Schmuck hätte weiter gestrahlt.

In Sachen Garderobe lag Jolie zumindest in einer Hinsicht voll im Trend: Die wenigsten der weiblichen Stars bauten bei ihren langen Roben auf Träger, um der Schwerkraft entgegen zu wirken. Das eine oder andere Klebeband wäre allerdings in manchen Fällen hilfreich gewesen. Wer das vergisst, spart an der falschen Stelle. „Sex and the City“-Star Sarah Jessica Parker hatte da kein Problem – im Gegenteil. Sie durfte in ihrem Korsagenkleid von Dior Haute Couture nicht tief einatmen. Hier drohte eine Dekollete-Detonation.

Wenn Anne Hathaway singt

Vielleicht hätte die ein wenig Pepp in die Veranstaltung gebracht. Moderator Hugh Jackman gab sich zwar alle Mühe, ein wenig Schwung in den Laden zu bringen, allerdings fehlte seinen Zwischenmoderationen in den meisten Fällen der Kniff und Witz seiner Vorgänger. Doch wer könnte dem amtierenden Sexiest Man Alive nach der Anmoderation noch böse sein? Aufgrund der Sparmaßnahmen bot er kurzerhand per Musical-Nummer einen ganz eigenen Überblick über die Filmhighlights des letzten Jahres – im Duett mit Anne Hathaway. Und so mancher Frau reicht ja schon ein keckes Lächeln des Australiers für einen gelungenen Abend.
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