Interview mit Alessandra Pocher„Unsere Beziehung ist jeden Tag viel Arbeit“

von Amici Möchtegern-Fashionista und Tiegelvernichterin
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© 21 Diamonds

Draußen ist es eisig kalt, Herbst-Blues lässt die Menschen auf der Straße nach unten stieren. Doch im warmen Anna Hotel in München sitzt eine lachende Alessandra Pocher. Leicht gekleidet, in einem weißen Minikleid von Dimitri, scheint ihr die Eiseskälte schnuppe zu sein. Es klimpert an ihrem Handgelenk. An ihren Fingern glitzern drei Ringe – inklusive Ehering – miteinander um die Wette. Alles Schmuck aus der neuen Kollektion ihres eigenen Schmuck-Labels „Lovechild“.

Bildschön und gertenschlank ist sie, auch ohne viel Make-up im Gesicht, der Händedruck erstaunlich fest. Keine Spur von Übermüdung lässt sich feststellen, obwohl die 29-Jährige als Mutter drei kleiner Kinder allen Grund dazu hätte. Im Interview mit AMICA Online erklärt sie, wie sie das Mutterdasein händelt, was Schmuck in der Liebe zu Mann Oliver Pocher bedeutet und warum sie Ohrringe an Kindern nicht ausstehen kann.

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Das ist Alessandras Lieblingsring „Sparkling Love“ aus ihrer Lovechild Kollektion, die über 21diamonds.de erhältlich ist

AMICA Online: Frau Pocher, welches Schmuckstück von Ihrem Mann liegt Ihnen sehr am Herzen?
Alessandra Pocher:
Es klingt banal, aber mein Ehering ist mir besonders wichtig. Mein Mann hat kein Faible für Mode und Schmuck. Er schenkt mir lieber Erfahrungen, das hält er für wertvoller. Das heißt, wir reisen sehr viel und lernen neue Kulturen kennen. Weil ich ja beruflich Schmuck designe, kann ich alles was mir gefällt, einfach selbst entwerfen.

Steckt er ein wenig zurück, wenn Sie am Schmuck arbeiten?
Überhaupt nicht. Oliver geht seinen Weg, zum Glück sehr erfolgreich, und ich unterstütze ihn dabei zu 110 Prozent. Genau wie er mich auch unterstützt. Er bestärkt mich darin, weiterzumachen.

Das klingt, als wären Sie gemeinsam sehr glücklich.
Stimmt. Abgesehen von den Kindern, die mir sowieso schon alles geben. Das I-Tüpfelchen ist quasi, dass ich in meinem sehr erfüllten Leben auch noch etwas machen kann, das mir Spaß macht. Das Schmuckdesign hat als Hobby und Leidenschaft angefangen und jetzt habe ich auch noch Erfolg damit.

Welches ist Ihre Lieblings-Schmuckart?
Ich bin ein riesen Fan von Ringen und sammle auch fleißig. Die sind einfach zu tragen, passen zu jedem Outfit und der Kreativität kann man dadurch freien Lauf lassen. Nichts ist nerviger als Ohrringe, die nach einer Weile wehtun oder drücken. Mit Ringen kann man schöne Akzente setzen. Ein schöner Ring ist das Sahnehäubchen eines gelungenen Outfits.

Welcher Ring aus Ihrer aktuellen Kollektion gefällt Ihnen am besten?

Der Ring „Sparkling Love“ ist total Rock nRoll und hat trotzdem etwas feminines. Bis auf meinen Ehering sind alle meine Ringe groß und sehr auffällig. Ich liebe Schlangen, vor allem Python, und Tiger. Tierische Muster und Formen funktionieren bei Ringen wunderbar, würden aber bei Ohrringen schrecklich aussehen!

Stücke aus der Lovechild-Kollektion
Alessandra Pocher, Schmuck, Schmuckpräsentation

Wie waren denn die ersten Schritte Ihres Babys „Lovechild“?
Während meines Studiums in den USA wollte ich Geld verdienen. Also habe ich angefangen zu modeln, aber das hat mir nie wirklich Spaß gemacht. Damals schon habe ich zusammen mit einer Freundin als Hobby Schmuck entworfen und getragen. Als uns dann Kommilitonen angesprochen haben, wo wir denn den Schmuck her haben, kamen wir auf die Idee, das ganze professionell aufzuziehen. Nach dem Studium wollten wir den „american dream“ leben. Wir sind dann nach New York gegangen, haben eine Firma gegründet und mussten wirklich von der Produktion bis hin zur Vermarktung alles selbst machen. Ziemlich schnell waren wir dann in den Top 50 Läden in Amerika vertreten, zum Beispiel bei Barneys. Heute kann ich das so leider nicht mehr machen, weil ich die Zeit für einen full-time Job nicht habe.

Tragen Sie noch Schmuck von Expartnern, zum Beispiel von Boris Becker?
Grundsätzlich nein, weil ich ein komisches Gefühl dabei hätte, Ringe oder Ketten vom Ex in der Gegenwart meines Ehemannes zu tragen. Ich besitze den geschenkten Schmuck allerdings noch, weil die Stücke mich durch Lebensabschnitte begleitet haben. Sie liegen gut verpackt und verstaut im Schrank.

© REUTERS

Haben Sie Ihrer Tochter schon ein Schmuckstück geschenkt?
Nein, bei Schmuck an meiner Kleinen schiebe ich Paranoia. Ich bin ein sehr vorsichtiger Mensch. Und Kleinkinder nehmen ja alles sofort in den Mund. Wenn ich ihr ein Schmuckstück schenke, muss ich ganz sicher davon ausgehen können, dass es nicht aufgehen kann.

Wie stehen Sie zu Ohrlöchern bei Kleinkindern?

Ich finde das absolut nicht schön und ganz schlimm. In manchen Kulturen gehört das ganz selbstverständlich dazu. Gerade auch in Afrika, wo ja meine Mama herkommt. Ich selbst durfte meine Ohrlöcher auch erst im Alter von 14 Jahren stechen lassen, weil meine Eltern mir das konsequent verboten haben. Meine Tochter wird lange warten müssen, bis ich mein Okay dafür gebe.

Wie schaffen Sie den Spagat zwischen den verschiedenen Rollen als Designerin, Mama und Ehefrau?

Für mich ist es nichts besonderes, Kinder und Karriere unter einen Hut zu bringen. Das Geheimnis ist einfach eine gute Organisation, gerade bei drei Kindern, die alle noch in den Windeln stecken. Oli und ich machen größtenteils alles alleine, aber hin und wieder brauchen wir jemanden, der sich das Hüten zutraut. Sprich Oma und Opa. Ich bin vorsichtig, was fremde Leute im Haus angeht.

Alessandra Pocher - Die Liebe ist harte Arbeit

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„Unsere Beziehung ist jeden Tag viel Arbeit“
Google-Anzeigen
Chrisi  |  15.11.2012 22:27
Billig
Also, der Schmuck sieht wirklich richtig geschmacklos und billig aus. Bin enttäuscht.

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